In der Elektroindustrie fehlen 800 Techniker

Markt / 15.01.2013 • 21:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

WIEN. Die Elektro- und Elektronikindustrie klagt über Technikermangel. 800 Fachkräfte würden fehlen – sehr konservativ gerechnet, geht aus einer Branchenumfrage des Fachverbands FEEI hervor. Es mangle aber nicht nur an der Quantität, sondern auch an der Qualität. Diese sei zwar bei Absolventen von Universitäten, Fachhochschulen und HTL sehr gut, es gebe aber erhebliche Mängel in der darunter angesiedelten Ausbildung. Hier sei die Politik dringend gefordert, sich über Parteigrenzen hinwegzusetzen und die bereits allseits bekannten Verbesserungsvorschläge umzusetzen, so Monika Kircher, stellvertrende Präsidentin des FEEI.

Sie appellierte an junge Frauen, in die technische Ausbildung zu gehen, derzeit seien nur acht Prozent der Techniker weiblich. Und Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI, lieferte dafür auch gleich einen Anreiz: „Wir sind eine Branche, die sehr gut zahlt.“ Die Unternehmen würden zwar auch die Wirtschaftsflaute spüren, eine „wirkliche Krise“ gebe es aber nicht, so Roitner. Dem FEEI gehören rund 270 Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie an, sie beschäftigen gemeinsam mehr als 60.000 Mitarbeiter.