Flatz gibt Startschuss für 16-Millionen-Neubau

Markt / 24.01.2013 • 19:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für das neue Werk 4 in Lauterach werden 3086 Quadratmeter bebaut. Die Nutzfläche beträgt insgesamt 11.174 Quadratmeter. Der 16 Millionen Euro teure Neubau soll Ende des Jahres fertiggestellt werden.
Für das neue Werk 4 in Lauterach werden 3086 Quadratmeter bebaut. Die Nutzfläche beträgt insgesamt 11.174 Quadratmeter. Der 16 Millionen Euro teure Neubau soll Ende des Jahres fertiggestellt werden.

Neue Styropor-Produktion am Standort Lauterach. Fokus auf Energieeffizienz.

lauterach. (VN-reh) Der Lauteracher Verpackungs- und Styroporexperte Flatz braucht Platz. Im bestehenden Werk 3, in dem Styropor und der Dämmstoff Flapor produziert werden, wurde im Jahr 2007 angebaut. Da dort aber keine weitere Expansion möglich ist, wird nun Werk 4 gebaut. „Dort wollen wir neu entwickelte Produkte produzieren. Das erfordert neue Flächen, die im bestehenden Werk nicht untergebracht werden können“, erklärt Geschäftsführer Hans-Peter Flatz die 16-Millionen-Euro-Investition.

Schließlich sei die Nachfrage nach Styropor groß. „Es ist der einzige Dämmstoff, der stofflich und ökologisch sinnvoll wiederverwertet werden kann“, so Flatz. Dies habe zur Überzeugung geführt, dass eine weitere Kapazitätserweiterung und die Forcierung der Recyclingaktivitäten notwendig seien. So sollen Dämmplatten künftig „abfalllos“ hergestellt werden. Das heißt, statt der üblichen Blockzuschnitt-Fertigung, die zehn Prozent Produktionsabfälle erzeugt, wird auf eine Formteilproduktion umgestellt. Dadurch kann wesentlich mehr extern angeliefertes Altstyropor wiederverwertet werden.

Energie-Infrastruktur

Zudem liegt der Fokus klar auf Energieeffizienz. „Das neue Werk wird eigenständig mit kompletter Energie-Infrastruktur wie Dampf, Vakuum und Druckluft sowie einer Vorschäumerei und einer Silo-Anlage aufgebaut. „Durch die Abwärmenutzung sämtlicher Anlagen wird auf höchste Energieeffizienz geachtet“, betont Flatz. Dazu kommt, dass auch das bestehende Werk 3 mit dem neuen Werk energetisch zusammengeschlossen wird. So können Dampf, Wasser, Druckluft, Vakuum, Gebäudeheizung und Wärmerückgewinnung zwischen den Gebäuden genauso ausgetauscht werden wie Styropor-Granulat und Recyclingmaterial. Die Inbetriebnahme des neuen Werks ist für Dezember 2013 geplant. 15 neue Arbeitsplätze sollen durch den Neubau entstehen.

Flatz verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 55 Millionen Euro, ein Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber 2011.

Beim neuen Werk 4 wird auf höchste Energieeffizienz geachtet.

Hans-Peter Flatz

Kennzahlen

Flatz Verpackungen-Styropor

» Umsatz 2012: 55 Millionen Euro (-1,2 %)

» Exportanteil: 50 Prozent

» Mitarbeiter: 250 (davon 27 Lehrlinge)

» Geschäftsführer: Hans-Peter Flatz (zugleich 100-%-Eigentümer Flatz Verpackungen – Styropor GmbH)

Neubau Werk 4

» Investitionssumme: 16 Mill. Euro

» Abmessung Gebäude: 41 x 76 x 29,9 m

» Bebaute Fläche: 3086 m2

» Nutzfläche: 11.174 m2

» Umbauter Raum: 88.381 m3

» Arbeitsplätze Werk 4: 20 Personen

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