Umstieg in den Linienbus

Markt / 20.02.2013 • 21:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bei Bedarf steigt Gerhard Pertoll noch selbst in den Bus. Ansonsten ist der Rankweiler unter anderem für die Bordtechnik oder das Qualitätsmanagement zuständig. FOTO: VN/BERND HOFMEISTER
Bei Bedarf steigt Gerhard Pertoll noch selbst in den Bus. Ansonsten ist der Rankweiler unter anderem für die Bordtechnik oder das Qualitätsmanagement zuständig. FOTO: VN/BERND HOFMEISTER

Gerhard Pertoll ist ein Umsteiger. Vom Verkäufer wechselte er zum Busfahrer.

RANKWEIL. Wer Bus fährt, muss mitunter umsteigen. Auch Gerhard Pertoll hat dies getan. Allerdings auf etwas andere Weise. Der Rankweiler absolvierte ursprünglich eine Kfz-Lehre und arbeitete dann als Verkäufer, ehe er seine Liebe zum Busfahren entdeckte und den Job wechselte. Das war aber noch nicht die Endstation. Denn nach achtjähriger Tätigkeit beim Rankweiler Busunternehmen Nigg kann der 40-Jährige auf eine interessante und abwechslungsreiche Karriere zurückblicken, die ihn bis zum Qualitätsmanager und Lehrbeauftragten hievte.

Seine Bus-Runden dreht er immer noch, auch wenn mittlerweile das Organisatorische und Technische sowie die Lehrtätigkeit seine Hauptgebiete geworden sind. Der Umsteiger kennt das Busleben also in allen Facetten. Pertoll ist dabei ein wichtiger Ansprechpartner für die Lenker, gilt es doch, täglich 22 Fahrzeuge zu koordinieren, die das öffentliche Verkehrsnetz in Feldkirch abdecken. Hinzu kommen noch die Frühspitzen, für die zusätzliche Busse inklusive Fahrer angemietet werden. In den acht Jahren hat Gerhard Pertoll auch die Aus- und Weiterbildungmöglichkeiten genutzt, die beim Busunternehmen angeboten werden.

Berufsschutz durch Prüfung

So können die Lenker über einen WIFI-Kurs die Vorbereitung für die Lehrabschlussprüfung zum Berufskraftfahrer absolvieren. Die Kosten von 1700 Euro pro Person werden von der Firma getragen. Derzeit stehen zwei Mitarbeiter in der Ausbildung, die in der Freizeit erfolgt, mehr lassen die Firmenkapazitäten nicht zu. Auch wenn der tägliche Einsatz unabhängig von der Ausbildung ist und alle Fahrer gleichwertig sind, bringt der „Titel“ doch gewisse Vorteile. „Zum einen lernt man sich großes Wissen an und zum anderen genießt man dadurch einen Berufsschutz“, erklärt Pertoll.

Kundenorientiert

Eine wichtige Rolle spielt die Freundlichkeit und Kundenorientiertheit. Staus oder Verkehrsbehinderungen sollten Fahrer nicht aus der Ruhe bringen, denn sie sind beinahe Alltag. In dieser Hinsicht gibt es auch Überprüfungen. Auch regelmäßige Wissensabfragen oder Tarifschulungen stehen auf dem Programm. „Wichtig ist, mit den Leuten zu reden“, lautet das Credo des Qualitätsmanagers. Denn schließlich soll jeder gerne in einen Bus einsteigen. Oder auch umsteigen, wie im Fall von Gerhard Pertoll.

Viele denken, dass Linienbusfahren ziemlich langweilig ist. Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich. Auch deshalb, weil man mit stets wechselnden Fahrgästen zu tun hat. Gerhard Pertoll, Busfahrer und Lehrbeauftragter
Viele denken, dass Linienbusfahren ziemlich langweilig ist. Genau das
Gegenteil ist der Fall. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich. Auch deshalb, weil man mit stets wechselnden Fahrgästen zu tun hat.
Gerhard Pertoll,
Busfahrer und Lehrbeauftragter
Als ich vor 25 Jahren begann, waren noch viele der Meinung, dass Frauen hinter den Herd gehören. Mittlerweile hat sich dies geändert. Lkw-Fahren ist auch für Frauen ein toller Job, der das Gefühl von Freiheit gibt.   Ingrid Dahl,Lkw-Fahrerin
Als ich vor 25 Jahren begann, waren noch viele der Meinung, dass Frauen hinter den Herd gehören. Mittlerweile hat sich dies geändert. Lkw-Fahren ist auch für Frauen ein toller Job, der das Gefühl von Freiheit gibt.
Ingrid Dahl,
Lkw-Fahrerin