Budget: Nächste Runde

Markt / 22.02.2013 • 19:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mag. Monika Rosen
Mag. Monika Rosen

wien. Nachdem die Fiskalklippe in den USA zum Jahreswechsel gerade noch umschifft werden konnte, steht nun erneut ein Budgetstreit im Mittelpunkt. Mit Anfang März wird eine Einigung im Bereich der Ausgabenkürzungen nötig, um eine sogenannte „Sequestration“ zu vermeiden. Darunter sind gesetzlich verankerte, automatische Haushaltskürzungen in fast allen Ressorts zu verstehen. Treten diese in Kraft, ist mit einem Sinken des amerikanischen Wirtschaftswachstums um 0,6 bzw. 0,7 Prozent in 2014 und 2015 zu rechnen. Für heuer würde ein geringerer Dämpfer von 0,5 Prozent befürchtet. Heuer wäre der negative Effekt aus zwei Gründen geringer: Zum einen schwächen sich die Auswirkungen auf das Kalenderjahr 2013 ab, weil die Effekte frühestens im März wirksam werden. Zum anderen ist ein erheblicher Teil der Ausgabenkürzungen im Verteidigungsbereich bereits Ende 2012 umgesetzt worden, eben in Erwartung der automatischen Budgeteinschnitte. Die Republikaner, die bei der Fiskalklippe mehr Terrain preisgeben mussten, wollen jetzt bei der „Sequestration“ offenbar hart bleiben, um nicht auch diesen Punkt zu verschenken. Die Wall Street sieht es – noch – gelassen und setzt wieder einmal auf eine Einigung in letzter Sekunde.

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Mag. Monika Rosen, Chefanalystin,
Bank Austria Private Banking.

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