Verkehrsunfall absetzbar

Markt / 17.03.2013 • 18:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Gerhard Fend
Gerhard Fend

Schwarzach. Die Fahrten eines Dienstnehmers zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte sind beruflich veranlasst. In der Regel sind die Kosten für diese Fahrten durch den Verkehrsabsetzbetrag und das Pendlerpauschale abgegolten. Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat nunmehr in einem Erkenntnis entschieden, dass Unfallkosten auf dem Weg zur Arbeit zu gesonderten Werbungskosten führen und somit zusätzlich von der Steuer abgesetzt werden können.

Gemäß den Ausführungen des VwGH deckt das Pendlerpauschale nur die typischerweise anfallenden Fahrtkosten ab – nicht aber Unfallkosten. Aufwendungen eines auf einer beruflichen Fahrt erlittenen Verkehrsunfalles sind Werbungskosten. Als berufliche Fahrt gilt auch die Fahrt zwischen der Arbeitsstätte und der Wohnung eines Steuerpflichtigen. Die steuerliche Absetzbarkeit der Unfallkosten hängt dabei vom Grad des Verschuldens des Lenkers ab. Im Fall eines unverschuldeten Unfalles sowie bei leichter Fahrlässigkeit können die Kosten eines Unfalles gemäß der VwGH-Entscheidung als Werbungskosten abgesetzt werden.

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