BMW bremst nach Rekordjahr Euphorie

Markt / 19.03.2013 • 22:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Autobauer BMW peilt weitere Rekorde an. Foto: DPA
Der Autobauer BMW peilt weitere Rekorde an. Foto: DPA

München. Der Autohersteller BMW dämpft nach einem weiteren Rekordjahr für 2013 die Hoffnung auf weiter wachsende Gewinne. Zwar wolle BMW auch in diesem Jahr wieder Bestwerte beim Verkauf erzielen, mehr Geld wird der deutsche Konzern aber möglicherweise damit nicht verdienen. „Angesichts hoher Aufwendungen für neue Technologien und Modelle sowie Investitionen in das Produktionsnetzwerk erwarten wir ein Konzernergebnis vor Steuern in der Grössenordnung des Jahres 2012“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Dienstag. Sein Finanzvorstand Friedrich Eichiner hatte im Dezember gesagt, BMW wolle, „wenn es irgendwie möglich sein wird“, 2013 auch mehr Geld verdienen. Neben den Ausgaben für neue Technik, Modelle und Anlagen macht vor allem die anhaltende Autokrise in Europa dem Konzern Sorgen, aber auch die nach wie vor unsicheren Konjunkturaussichten für die Wachstumsmärkte in den Schwellenländern trüben die Zuversicht.

Dabei geht es dem Oberklassehersteller vor allem dank der Geschäfte in China und den USA blendend. 2012 übertraf das bisherige Rekordjahr 2011: Unter dem Strich verdiente der Konzern 5,1 Mrd. Euro, ein Plus von 4 Prozent. Der Umsatz kletterte um 11,7 Prozent auf knapp 77 Mrd. Euro. Vor allem hat BMW 2012 so viele Autos verkauft wie nie zuvor: Weltweit lieferten die Münchner 1,845 Mill. Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus. Das waren fast 11 Prozent mehr als im Jahr zuvor.