Aus Abgasen wird Dampf

Markt / 22.03.2013 • 19:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Gasturbinen-Kesselanlage im Industriepark Höchst. Foto: Bertsch
Die Gasturbinen-Kesselanlage im Industriepark Höchst. Foto: Bertsch

BERTSCHenergy errichtet Gasturbinen-Kessel­anlage für deutschen Papierhersteller.

Bludenz. (VN-reh) BERTSCH­energy, Spezialist für Industrie- und Kraftwerkstechnik, hat einen neuen Auftrag an Land gezogen und setzt damit neue Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz. Für den deutschen Standort eines bedeutenden internationalen Papierkonzerns wird das Bludenzer Unternehmen bis Ende nächsten Jahres eine Gasturbinen-Kesselanlage errichten. Denn um Papier herzustellen, sind enorme Mengen an Energie notwendig. Die Anlage soll dazu dienen, diese Prozesse zu optimieren.

120 Tonnen Dampf pro Stunde

Konkret soll sie die heißen Abgase der Gasturbine nutzen, um daraus Dampf zu generieren. Funktionieren soll die Anlage folgendermaßen: Die dabei erzeugten 120 Tonnen Dampf pro Stunde mit 77 Bar und 525 Grad Celcius treiben zuerst eine Dampfturbine an und versorgen dann unter anderem die Papiermaschine mit Wärme, um das Papier zu trocknen. Der Kessel weist eine Heizfläche von mehr als 70.000 Quadratmetern auf. Neben dem Herzstück, dem Kessel, liefert BERTSCHenergy auch sämtliche Nebenanlagen sowie das Gebäude. Insgesamt werden für das Projekt mehr als 1500 Tonnen Stahl verbaut.

Und noch eine Kennzahl verdeutlicht die Dimension der Anlage: Die Gasturbinen-Kesselanlage würde ausreichen, um mehr als 100.000 Haushalte mit Strom und Wärme zu versorgen.