Durch Mitarbeiterabbau zukunftsfit

Markt / 22.03.2013 • 19:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Tridonic-Werk in Dornbirn soll weiter aufgewertet werden. Vorerst wird aber die Verwaltung ausgedünnt. Foto: VN/Rhomberg.
Das Tridonic-Werk in Dornbirn soll weiter aufgewertet werden. Vorerst wird aber die Verwaltung ausgedünnt. Foto: VN/Rhomberg.

Tridonic in Zugzwang: LED-Geschäft wächst, Markt für konventionelle Lichtlösungen bricht aber schneller ein.

Dornbirn. (VN-sca) Die Zumtobel-Tochterfirma Tridonic, die Lichtkomponenten produziert, passt ihre Strukturen an die Anforderungen des Technologiewandels hin zu LED an. Aufgrund des Umsatzrückgangs in der konventionellen Lichttechnik sei es erforderlich, die indirekten Kosten an das derzeit niedrigere Umsatzniveau anzupassen, gibt das Unternehmen bekannt. Und das heißt, dass weltweit rund 60 Stellen abgebaut werden. Auch die Hauptverwaltung ist betroffen: Knapp 30 Stellen werden in Dornbirn gestrichen. Derzeit sind am Standort Dornbirn 548 Mitarbeiter beschäftigt. Aber weil Unternehmen immer versuchen, nach vorne zu schauen, klingt das in der offiziellen Mitteilung dann so: „Wir sehen heute schon sehr erfreuliche Umsatzzuwächse bei unseren innovativen LED-Produkten. Leider können diese Umsätze den Einbruch in der konventionellen Lichttechnik, der sich auch weiter fortsetzen wird, noch nicht kompensieren. Um uns für die Zukunft gut aufzustellen, ist es notwendig, die Strukturen anzupassen. Wir bedauern es sehr, dass dies mit einem Mitarbeiterabbau verbunden ist“, erläutert Alfred Felder, CEO Tridonic. Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Dornbirner Komponentenherstellers wurde bereits in den letzten Wochen und Monaten ein Maßnahmenpaket zur Sicherung des Standorts in Vorarlberg eingeleitet, beruhigt Felder seine Mitarbeiter.

Bessere Auslastung

Neben der Übernahme von Aufgaben in der indirekten Produktion für das Schweizer Werk Ennenda trage insbesondere die Verlagerung von Volumenprodukten aus Ennenda und Spennymoor, UK, zur besseren Auslastung des Komponentenwerks in Dornbirn bei. Auch der überwiegende Teil der neuen LED-Konverter-Generation, die in diesem Jahr auf den Markt kommen, werde ab Jahresmitte in Dornbirn gefertigt. „Wir haben hier am Standort eine große Anzahl sehr qualifizierter Lichtspezialisten. Es ist meine Vision, Tridonic zu einer attraktiven integrierten Halbleiter-Elektronik-Company zu machen“, versucht Alfred Felder trotz des radikalen Einschnitts gute Stimmung zu machen.