GmbH-Gründung soll deutlich billiger werden

Markt / 22.03.2013 • 19:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Die Regierung will die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ab Juli 2013 verbilligen und das Mindeststammkapital, wie schon seit Jahren von der Wirtschaftskammer gefordert, von 35.000 Euro auf 10.000 Euro reduzieren. Der Gesetzesentwurf wurde in die vierwöchige Begutachtung geschickt, erklärte Justizministerin Beatrix Karl. Dass der Gläubigerschutz ausgehöhlt werde, wies sie zurück. Bisher mussten 17.500 Euro bei einer GmbH-Gründung bar eingezahlt werden, künftig sollen es 5000 Euro werden.

„Die Seriosität der österreichischen GmbH ist uns wichtig und bleibt auch weiterhin erhalten“, betonte Karl heute im Justizministerium. Sie wies darauf hin, dass die GmbH auch künftig etwa einen jährlichen Jahresabschluss und die Eintragung ins Firmenbuch vornehmen müsse. Mit der Reduktion des Mindeststammkapitals sinke automatisch auch die Mindest-Körperschaftssteuer von 1750 auf 500 Euro. Die Ausfälle für das Budget sollen erst ab 2014 wirken und bis 2017 kumuliert 180 Mill. Euro betragen – für 2014/15 je 50 Mill. Euro und 2016/17 je 40 Mill. Euro, geht aus dem Begutachtungsentwurf hervor. 2017 soll dann auch evaluiert werden, ob die erwarteten zusätzlichen Neugründungen von 1000 GmbH pro Jahr auch erfolgt seien.

„Die Einführung der 10.000- Euro-GmbH ist ein sehr großer Erfolg. Dadurch werden Unternehmensgründungen stark erleichtert, und eine sinnlose Hürde für Gründer wird abgeschafft“, so Stefanie Walser, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Vorarlberg.