Bewegung in den Ländle-Kochtöpfen

Markt / 25.03.2013 • 22:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alexandra Maurer ist bei den Gästen hoch im Kurs. Foto: Shourot
Alexandra Maurer ist bei den Gästen hoch im Kurs. Foto: Shourot

Die einen eröffnen, die anderen legen den Kochlöffel nieder. Und es gibt Auszeichnungen.

Schwarzach. (VN-sca) Auch wenn die Wiedergeburt des Gösserbräus in Bregenz derzeit „Talk of the town“ ist – in der Landeshauptstadt tut sich auch sonst einiges in der Gastronomie. Die Hotels Germania und Schwärzler rüsten sich mit neuen Zimmern und neuen Services für den Festspielsommer. Und vom Upgrade sollen auch die Restaurants beider Häuser profitieren.

Rund um den Kornmarktplatz darf der Gast ebenfalls mit neuen gastronomischen Eindrücken rechnen. Rainer Troy hat alle Hände voll zu tun, um das dem Vernehmen nach städtisch konzipierte Café im vorarlberg museum bis Juni zu „stylen“. Er wird den Kornmarktplatz dann von zwei Seiten „bespielen“, über den Platz wechselt auch das „Nam Viet“ ins KUB-Café. Bereits ab April wird Thi Lanh Autengruber im Café und im Sommer auf dem schönen Platz davor auftischen.

Aber nicht nur Neueröffnungen prägen den Gastro-frühling. Freunden gutbürgerlicher Vorarlberger Gastlichkeit fehlt seit heuer in Hard ein wichtiger Ankerpunkt. Die Krone in Hard hat endgültig ihre Tore geschlossen. Ganz im Gegensatz zum Engel. Wirt und Koch Klaus Pleifer sieht sich dennoch aktuell mit Gerüchten konfrontiert, dass sein Restaurant geschlossen sei bzw. bald geschlossen werde. „Das stimmt überhaupt nicht, wir haben offen und das Kochen macht mir so viel Spaß wie immer“, versichert er.

Neuer Pächter für Hofsteiger

Einen neuen Pächter sucht die Gemeinde Schwarzach. Auch der niederländische Gastronomieprofi Maarten Boers hat vor Kurzem das Handtuch geworfen. Wie es scheint, sind die verschiedenen Aufgaben, die dem Lokal zugedacht sind, und die sehr unterschiedlichen Räumlichkeiten, einfach nicht vernünftig zu betreiben.

Als Novität darf auch das neue Schiff-Outlet „ernele“ in Hittisau gelten, ein Feinkostgeschäft, in dem man auch Kleinigkeiten zu essen bekommt, und das ganz dem internationalen Trend entspricht. Ähnlich positioniert sind das Dornbirner „Marenda“ und das Feldkircher „ox“ positioniert.

Nicht unerwähnt bleiben darf bei aktuellen News aus der Gastronomie die Wertung des wahrscheinlich wichtigsten Gastronomieführers Österreichs, der dieser Tage erschien. Im „Falstaff Gourmet Guide“ stimmen die Gäste über ihre liebsten Lokale ab. 210.000 Bewertungen sammeln die Herausgeber jährlich für diesen Guide und vergeben an die besten 19 Betriebe vier Gabeln. In Vorarlberg darf sich ein Restaurant über die höchste Auszeichnung freuen – die Griggeler Stuba in Lech, auf den Plätzen folgen das Guth in Lauterach, der Almhof Schneider in Lech, die Post ebendort und das Mangold in Lochau. Gefreut hat sich aber auch Alexandra Maurer vom Alexandras Gasthaus Adler auf der Fluh. Mit einem Sprung um sechs Punkte auf 44 Punkte (85 Gesamtpunkte) bei der Küchenbewertung erreichte Alexandra Maurer österreichweit den 3. Platz bei den Aufsteigern des Jahres in der Gourmet-Bewertung des Falstaff Restaurant Guide.

Und noch eine Auszeichnung wurde nach Vorarlberg vergeben: Hermann Lankmaier vom Hotel Burg in Oberlech erhielt die erstmals vergebene Ehrung „Sommelier des Jahres“. Chapeau!

Lieblingssommelier

Erstmals verleiht der Falstaff Restaurantguide die Auszeichnung „Sommelier des Jahres“. Gewinner ist Hermann Lankmaier – der seit 1993 im Hotel Burg für die Weine zuständig ist. Rund 50.000 Flaschen Wein lagern heute im Keller des Top-Hotels.