Viel Betrieb auf Ländle-Pisten

Markt / 25.03.2013 • 22:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gute Schneebedingungen haben die Kassen der Liftbetreiber klingeln lassen. Foto: Ludwig berchtold
Gute Schneebedingungen haben die Kassen der Liftbetreiber klingeln lassen. Foto: Ludwig berchtold

Skigebiete mit guter Auslastung. Nur schlechtes Wetter könnte Finale vermiesen.

Schwarzach. Des einen Leid, des anderen Freud’ – während die Straßenmeistereien unter den Schneemassen des heurigen Winters zu leiden hatten, klingelten in den heimischen Skigebieten die Kassen. Vom schneereichen Winter profitierten auch Lifte in niedrigeren Lagen, die nach zuletzt schwachen Wintern wieder erfreuliche Zuwächse verzeichneten.

Und auch auf den Pisten der Top-Skigebiete herrschte in dieser Winter-Saison bisher reges Treiben, wie eine VN-Umfrage zeigt. Die Zwischenbilanz fällt durchwegs positiv aus – auch wenn das Finale wetterbedingt gewisse Unsicherheiten birgt.

Warth im Plus

Von einem sehr guten Saisonverlauf spricht etwa Günther Oberhauser, Chef der Skilifte Warth. Im Vergleich zum Vorjahr liege man etwa fünf Prozent im Plus. Oberhauser ist auch für das Finale zuversichtlich: „Ab Mitte Woche ist besseres Wetter prognostiziert. Wir rechnen mit einem starken Osterwochenende.“ Die letzten Wochen in der Saison seien für Warth sehr wichtig. „März und April entscheiden darüber, ob es eine gute oder eine sehr gute Saison wird“, so Oberhauser, der nach wie vor von besten Schneebedingungen spricht.

Auf der Kostenseite habe der schneereiche Winter für eine gewisse Entlastung bei der künstlichen Beschneiung gesorgt, gleichzeitig sei der Aufwand für die Schneeräumung der Parkplätze gestiegen“, erklärt der Lifte-Geschäftsführer. Der letzte Betriebstag in Warth ist am 14. April.

Eine gute Saison erleben auch die Damülser Seilbahnen. „Wenn das Finale noch einigermaßen ordentlich über die Bühne geht, dann liegen wir leicht über dem Vorjahr“, so Geschäftsführer Wolfgang Beck zu den VN. Insgesamt sei es eine der besseren Winter-Saisonen. „Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden.“ Und selbst wenn das Wetter zu Ostern nicht optimal ist, der Ort sei hervorragend gebucht. „Es schaut für´s Finale jedenfalls sehr gut aus“, so Beck, dessen Skigebiet am 7. April schließt.

Der 7. April ist auch im Brandnertal der letzte Betriebstag der Liftanlagen. „Wir haben bis dato ein schönes Plus und werden das letztjährige Ergebnis deutlich übertreffen“, freut sich der neue Geschäftsführer der Bergbahnen, Markus Comploj. Die Zuwächse gehen zu einem Großteil auf Urlaubsgäste im Tal. „Im Tagesgastbereich erreichen wir in etwa das Ergebnis des Vorjahres.“ Da habe sich die Wettersituation an den Wochenenden negativ ausgewirkt. Für das bevorstehende Finale zeigt sich Comploj optimistisch. Die Hotellerie sei gut gebucht. Das Wetter könnte allerdings zum Spielverderber werden. Am Gesamtergebnis ändere sich aber nichts. Das Polster sei so groß, dass die letzten Wochen nicht mehr ausschlaggebend seien.

Silvretta-Montafon auf Plan

Für das Skigebiet Silvretta-Montafon spricht Marketing-Leiterin Regina Knünz von einem planmäßigem Saisonverlauf. Ziel sei es gewesen, das Vorjahresergebnis zu übertreffen. „Wobei – abgerechnet wird erst am 8. April“, so Knünz. Schließlich würden noch zwei schwierige Wochen warten. Und die Wetterprognosen sind durchwachsen.

Wettervorhersagen können schlecht fürs Geschäft sein. Das weiß man auch am Arlberg, wo man auf ein starkes Finale (geöffnet bis 21. April) hofft. „Die Osterwoche ist für uns noch einmal Hauptsaison“, so Christoph Pfefferkorn, Geschäftsführer der Skilifte Lech. Die Leute seien noch ganz auf Winter eingestellt, deshalb rechne er mit Vollbetrieb. Beim bisherigen Saisonverlauf spricht Pfefferkorn von einer normalen Saison, die deutlich besser als die letzte sei. Da sei im Gegensatz zu heuer auch die Straße zehn Tage gesperrt gewesen“, so Pfefferkorn.