dayli-Chef beharrt auf der Sonntagsöffnung

Markt / 29.03.2013 • 19:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Pucking. Der Konzernchef und Miteigentümer von ­dayli (ehem. Schlecker), ­Rudolf Haberleitner, beharrt auf der Sonntagsöffnung seiner Nahversorger-Filialen. In einem Testshop in Linz wird am Sonntag von 9 bis 18 Uhr aufgesperrt. Möglich soll das durch eine Gastrokonzession für das Bistro sein. „Ich fahre keine Kampflinie. Aber die Geschäfte bleiben offen, weil die Kunden das wollen“, wird er zitiert. ­Außerdem werde das rechtlich halten: „Wir ­haben juristische Gutachten.“ Die Gewerkschaft zeigt sich unnachgiebig. Gegen den Standort in Linz-Ebelsberg wurde beim Handelsgericht eine Klage wegen unlauteren Wettbewerbs eingereicht, gegen dayli-Pöggstall wird ebenfalls eine Klage vorbereitet. In beiden Fällen hat die Gewerkschaft GPA-dpj dayli auch bei der Gewerbe­behörde und beim Arbeitsinspektorat angezeigt. Der Betriebsrat zeigt sich in der Frage mit dem Unternehmen solidarisch. „Bei uns liegen keine Beschwerden von Mitarbeitern vor“, wird die Betriebsratsvorsitzende Ezter Udvardy in der „Presse“ zitiert.

Haberleitner hat zudem große Pläne. So sollen in ­Österreich bis 2016 zu den ­bestehenden 885 rund 300 weitere Standorte entstehen, im Endausbau rund 1350.