ATX-Firmen schütten mehr als 2 Mrd. Euro aus

Markt / 04.04.2013 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

WIEN. Nach einem Rückgang im Vorjahr greifen die heimischen ATX-Unternehmen, die Oberliga der börsenotierten Firmen, wieder tiefer in die Kasse und schütten heuer mehr als zwei Milliarden Euro an Dividenden an ihre Aktionäre aus. Dies geht aus einer neuen Studie der Arbeiterkammer (AK) hervor, die aber auch Kritik an dieser Praxis übt. Gewinn-Ausschüttungsquoten von 40 Prozent und mehr sind keine Seltenheit. Und dies stört AK-Präsident Rudolf Kaske. Er meint, jetzt sei nicht die Zeit, das ­Füllhorn über die Aktionäre auszuschütten, vielmehr wäre es „klüger, die Gewinne im Unternehmen zu halten und zu reinvestieren“, auch in die Schaffung und Sicherung von Jobs, erklärte Kaske. Nach 1,95 Mrd. Euro im Vorjahr würden die im ATX gelisteten Unternehmen heuer voraussichtlich rund 2,01 Mrd. Euro an ihre Aktionäre ausschütten, lautet die Prognose der AK, ein Zuwachs von 2,9 Prozent. 2011 waren dagegen sogar 2,298 Mrd. Euro zur Ausschüttung gelangt. Für mehrere Betriebe mit „schiefem“ Geschäftsjahr – Immofinanz, voestalpine und Zumtobel –, hat die AK jetzt Analystenschätzungen bzw. Unternehmensangaben herangezogen.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.