Börsengänge geben Lebenszeichen

Markt / 05.04.2013 • 19:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mag. Monika Rosen
Mag. Monika Rosen

schwarzach. Das erste Quartal des heurigen Jahres brachte nicht nur bei den Aktienkursen respektable Zuwächse, auch die Börsengänge gaben ein kräftiges ­Lebenszeichen. Die Unternehmen haben, entweder durch den Gang aufs Parkett oder durch die Begebung junger Aktien, in den ersten drei Monaten 183 Mrd. Dollar erlöst, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 147 Mrd. Bei näherer Betrachtung fallen ein paar Besonderheiten auf. Einerseits musste Asien bei der Emissionstätigkeit einen empfindlichen Rückgang von mehr als 50 % hinnehmen, andererseits feiern die USA in puncto Börsengänge offenbar so etwas wie ein Comeback (zwischenzeitlich waren ja London und Hongkong zu einer starken Konkurrenz für die New Yorker Börse herangewachsen). Im ersten Quartal dieses Jahres entfielen 40 % aller Börseneinführungen auf die Wall Street. Unternehmen wie der Kontaktlinsenhersteller Bausch & Lomb und der Themenparkbetreiber Sea World planen noch heuer den Sprung aufs Parkett. Auch in Europa will der niederländische Telekomkonzern KPN neue Aktien im Wert von drei Mrd. Euro begeben. Bei den Technologieunternehmen scheint der etwas misslungene Börsenstart von Facebook im letzten Jahr für Unsicherheit gesorgt zu haben. Nur knapp 9 % der Börsengänge entfallen bis jetzt auf Technologie-Unternehmen.

monika.rosen@unicreditgroup.at Mag. Monika Rosen,
Chefanalystin, Bank Austria Private Banking

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