DDR-Gelder: Bank Austria muss zahlen

Markt / 11.04.2013 • 18:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Im mehr als zwei Jahrzehnte langen Streit um verschwundene DDR-Millionen hat die Bank Austria den in der Schweiz geführten Prozess verloren. Sie muss nun inklusive Zinsen 254 Mill. Euro an die Deutschen zahlen. Das Urteil ist nun rechtskräftig. Ein Sprecher der Bank Austria sagte der APA, dass die Bank in den vergangenen Jahren dafür schon zum größten Teil Rückstellungen gebildet habe. Bis auf 70 Mill. Euro, die die Ergebnisrechnung heuer noch belasten würden. Der Hintergrund: Eine mittlerweile verkaufte Bank-Austria-Tochter in der Schweiz soll in den 90er-Jahren an der Veruntreuung von Geldern bestimmter Unternehmen in der Ex-DDR teilgenommen haben. Beim Verkauf der Bank in der Schweiz an die AKB blieben die Rechtsrisiken bei der Bank Austria. Sie wies die Vorwürfe zurück und wehrte sich jahrelang und schließlich erfolglos, das Geld herauszurücken. Ursprünglich ging es in dem Prozess um 128 Mill. Euro. Mit der Zeit summierte sich der Streitwert.

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