„Stallgeruch“ & halbvolles Wasserglas

Markt / 12.04.2013 • 10:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Christa Schneider: „Ich sehe das halbvolle, nicht das halbleere Glas Wasser.“ Foto: vn/steurer
Christa Schneider: „Ich sehe das halbvolle, nicht das halbleere Glas Wasser.“ Foto: vn/steurer

Freiräume, Gestaltungsspielraum und leistungsgerechte Bezahlung halten Top-Kräfte.

Sie sind seit zehn Jahren für den gesamten HR-Prozess verantwortlich. Die Situation sehen Sie – aus Sicht der Personalverfügbarkeit – differenziert. Inwiefern?

christa schneider: Bei gängigen Berufsbildern bietet der Markt die entsprechenden Fachleute an. Natürlich gibt es da und dort, auch bezüglich der Qualifikation, Schwankungen. Jedoch war dies für uns noch nie wirklich ein Thema. In textilspezifischen Bereichen sehen wir künftig sehr wohl Engpässe. Durch Abwanderung von Fachpersonal und einer elementaren Veränderung der „Textillandschaft“ stellt Personalrekrutierung eine wirkliche Herausforderung dar. Berufsbilder wie Weber, Schlichter und Veredler sind in Vorarlberg bzw. auch europaweit schwer bis fast nicht mehr zu finden. Umso wichtiger ist die firmeninterne Förderung und Weiterentwicklung.

Was bietet HEFEL Textil diesbezüglich?

schneider: Weiterbildungsaktivitäten, sofern sie in einem Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit stehen, werden bezahlt. Wir freuen uns über die Initiative von Mitarbeitern, arbeiten aber ebenso strukturiert an der weiteren Entwicklung und nötigen Zusatzausbildungen. Wir veranstalten Management-Seminare, wie Zeitmanagement, Führung und Motivation, Gesprächsführung und Verhandlungstechnik etc.

Müssen Arbeitgeber das alles und noch mehr bieten?

schneider: Es gibt Mehrwerte, die Mitarbeiter nur allzu schnell gewohnt werden und als selbstverständlich erachten. Wenn man allerdings ehrliche Chancen, Freiräume, Gestaltungsspielraum und leistungsgerechte Bezahlung bieten kann, liegt man sicher richtig.

Wie schafft HEFEL attraktive Rahmenbedingungen, damit sich Mitarbeiter wohlfühlen?

schneider: Beispiele sind: Entwicklungspotenziale aufzeigen und Bildungsmöglichkeiten geben. Sich einbringen können und ernst genommen werden. Authentische Führung, die bei maximalem Handlungsspielraum eine Richtung gibt. Ein gutes Betriebsklima und faires Miteinander.

Sind das Ihre Erfolgsrezepte?

schneider: Ich agiere nach prinzipientreuen Grundsätzen, wie das Prinzip der „offenen Türe“. Für Mitarbeiter und Unternehmen suche ich eine faire Lösung, denn nur eine solche ist nachhaltig tragbar. Meine Handlungen und Aussagen sollen klar und verbindlich ankommen. Und: Ich sehe das „halbvolle, nicht das halbleere Glas Wasser“.

Wie bleiben Top-Mitarbeiter beim Unternehmen?

schneider: Indem wir das angesprochene Umfeld schaffen, Freude am Produkt und in der Zusammenarbeit mit Kunden entwickeln und fördern. Grundhaltungen, wie Offenheit, Ehrlichkeit, Wertschätzung und Feedback-Kultur leben wir vor und geben Entwicklungsmöglichkeiten mit Gestaltungsspielräumen. Das Unternehmen muss dafür sorgen, dass ein „Stallgeruch“ existiert, den jeder Mitarbeiter riechen kann.

Welche Benefits gibt es als Draufgabe?

schneider: Unter anderem Firmenwohnungen, Vergünstigung beim Einkauf von Gebrauchsartikeln, Fahrtkostenvergütungen, Firmen- und Jubilarfeiern, Kontaktpflege zu pensionierten Mitarbeitern, Apfelaktionstage, Küche zur Selbstverpflegung, viele Veranstaltungen und gesponserte Sportprogramme.

Benefits

» Firmenwohnungen

» Einkaufsvergünstigung

» Fahrtkostenvergütungen

» Erfolgsbeteiligung

» Gesponserte Sport-
programme

Zur Person

Christa Schneider

Funktion: Personalleiterin HEFEL Textil GmbH seit 2003, Vorstand im AK Personalwesen, Laienrichterin

E-Mail: christa.schneider@hefel.com

Jahrgang: 1970

Ausbildung: Einzelhandelskauffrau, Personalverrechnerprüfung, Weiterbildungen im HR- und Managementbereich

Familie: in Partnerschaft

Homepage Firma: www.hefel.com

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