„Einwanderungsrecht soll geändert werden“

Markt / 06.08.2013 • 21:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

San Francisco. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg macht sich für eine Reform des Einwanderungsrechts in den USA stark. Die Millionen illegal eingereisten Migranten, denen zurzeit eine Staatsbürgerschaft verwehrt werde, seien wichtig für die wirtschaftliche Zukunft der Vereinigten Staaten, sagte der 29-jährige Milliardär am Montagabend (Ortszeit) in San Francisco anlässlich der Premiere der Filmautobiografie „Documented“ des Journalisten Jose Antonio Vargas. Ihm und anderen Größen des Silicon Valley gehe es keineswegs lediglich darum, ein paar zusätzliche Visa für IT-Spezialisten bei der Regierung einzufordern, betonte Zuckerberg, der wie üblich Kapuzenpulli und Sneakers trug. „Das ist etwas, das wir wirklich als wichtig für die Zukunft Amerikas ansehen“, sagte er. Viele der elf Millionen illegal eingereisten Migranten seien diejenigen Unternehmer, die in Zukunft neue Jobs schaffen. Zuckerberg hatte im April gemeinsam mit anderen Spitzenmanagern aus dem Silicon Valley die politische Initiative namens „Fwd.us“ gegründet. Sie will Reformen in der Einwanderungspolitik und im Bildungssystem der USA sowie mehr Investitionen in die Forschung anstoßen. Erhoben wird auch die Forderung, talentierten Immigranten einen Weg zur Staatsbürgerschaft zu ebnen.

Hinter der Gruppierung stehen auch LinkedIn-Chef Reid Hoffman, die Risikokapital-Anleger John Doerr and Jim Breyer sowie Ruchi Sanghvi von Dropbox, einst erste weibliche Ingenieurin bei Facebook. Als Präsident und Gründer von „Fwd.us“ fungiert Joe Green, Gründer des Online-Netzwerks Causes.com. Zu den Unterstützern zählen auch der Verwaltungsratsvorsitzende von Google, Eric Schmidt, Netflix-Chef Reed Hastings und die Yahoo-Vorstandsvorsitzende Marissa Mayer.