Nahrungsmittel bleiben teuer, Kleidung günstig

Markt / 16.08.2013 • 21:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Inflationsrate sank im Juli auf 2,0 Prozent. Typischer Tageseinkauf 3,3 % teurer.

Wien. Die Teuerung in Österreich bekommt eine Verschnaufpause. Dank billigerer Treibstoffe und eines geringeren Preisauftriebs bei Nahrungsmitteln ist die Inflationsrate in Österreich im Juli auf 2,0 Prozent gesunken, nach 2,2 Prozent im Juni. Zuletzt war die Teuerungsrate heuer im April so niedrig, damals war sie auf den tiefsten Stand seit Herbst 2010 gesunken. Treibstoffe kosteten im Juli im Jahresabstand um 0,6 Prozent weniger, nach -1,4 Prozent im Juni, so die Statistik Austria. Nahrungsmittel verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr zuletzt „nur“ um 4,4 Prozent, im Juni waren es noch 5,1 Prozent gewesen.

Der typische tägliche Einkauf war in Österreich im Juli um 3,3 Prozent teurer als ein Jahr davor, im Juni waren es noch + 3,6 Prozent gewesen. Der Miniwarenkorb, der einen wöchentlichen Einkauf widerspiegelt und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Sprit enthält, verteuerte sich binnen Jahresfrist um 2,1 Prozent. Hauptpreisdämpfer im Jahresabstand war der Bereich „Bekleidung und Schuhe“ mit durchschnittlich 1,1 Prozent Preisrückgang. Auch im Vergleich zum Juni ging von der Gruppe „Bekleidung und Schuhe“ infolge des Sommerschlussverkaufs mit im Schnitt 12,7 Prozent Preisrückgang der größte dämpfende Effekt aus.

Nahrungsmittel als Preistreiber

Hauptpreistreiber im Jahresabstand waren im Juli „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“, sie verteuerten sich im Schnitt um 3,8 Prozent. Grund für den auf 4,4 Prozent abgeschwächten Preisschub bei Nahrungsmitteln war die diesmal mit 4,4 Prozent geringere Verteuerung von Gemüse. Brot und Getreideerzeugnisse kosteten um 3,0 Prozent mehr, Fleisch um 6,3 Prozent und Milch, Käse und Eier um 3,1 Prozent mehr. Obst kam um 5,7 Prozent teurer, dagegen verbilligten sich alkoholfreie Getränke um 0,6 Prozent, etwa Bohnenkaffee um 3,4 Prozent. „Wohnung, Wasser, Energie“ waren heuer im Juli um 2,2 Prozent kostspieliger als ein Jahr zuvor. Dabei erhöhten sich die Preise für die Instandhaltung von Wohnungen um 2,0 Prozent, die Wohnungsmieten um 2,6 Prozent und die Betriebskosten für Miet- und Eigentumswohnungen um je 4,0 Prozent. Haushaltsenergie verteuerte sich insgesamt lediglich um 2,0 Prozent; dabei kostete Strom gegenüber Juli 2012 um 3,6 Prozent mehr, Fernwärme um 5,2 Prozent und Gas um 0,1 Prozent mehr, Heizöl dagegen verbilligte sich um 2,2 Prozent.

Pkw, Städteflüge günstiger

Bei den einzelnen Produkten stachen vor allem Verbilligungen bei Flachfernsehern ins Auge, sie reduzierten sich im Jahresabstand um 8,6 Prozent. Gebrauchte Pkw waren um 4,1 Prozent günstiger. Städteflüge wurden im Monatsabstand sogar um 12,8 Prozent billiger, dafür verteuerten sich Flugpauschalreisen von Juni auf Juli um 14,6 Prozent und Übernachtungen in Appartements im Ausland um 26,9 Prozent. Superbenzin kostete im Juli um 1,4 Prozent mehr als im Juni und Diesel um 1,1 Prozent mehr.