Arbeitslosenquote steigt

Markt / 18.08.2013 • 19:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Italien erwartet einen Negativrekord von 3,5 Millionen Arbeitslosen bis Ende 2013.

Rom. Trotz einiger Signale des Wirtschaftsaufschwungs, die Italien nach über zwei Jahren Rezession zu spüren bekommt, bleibt die Beschäftigungslage im Land besorgniserregend. Laut dem Forschungsinstitut des italienischen Handwerkerverbands CNA wird die Zahl der Arbeitslosen bis Ende 2013 um 400.000 Personen auf ein Rekordhoch von 3,5 Millionen wachsen. Besonders belastet sind die Industrie und die Baubranche, in denen in den letzten fünf Jahren 732.000 Jobs verloren gegangen sind.„Die Beschäftigungskrise wird sich in den letzten Monaten dieses Jahres verschärfen. Ohne einschneidende Maßnahmen zur Förderung des Wirtschaftswachstums kann die soziale Lage in Italien kritisch werden“, heißt es im CNA-Bericht.

Arbeitslosigkeit über 12 Prozent

In Italien wurde im Juni ein Rekordtief an Beschäftigten erreicht. Lediglich 22,5 Millionen gehen einer Arbeit nach, die Arbeitslosigkeit beträgt 12,1 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit erreichte im Juni ein Rekordhoch von 39 Prozent. Die ausgezahlten Stunden Kurzarbeit sind im ersten Halbjahr 2013 um 4,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 gestiegen.

Teilzeitarbeit gefragtes Thema

Immer mehr Arbeitnehmer begnügen sich mit einer Teilzeitarbeit, um ihren Job nicht ganz zu verlieren. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Arbeitnehmer, die lediglich 16 Stunden pro Woche arbeiten, auf 605.000 gestiegen, das sind zwei Drittel mehr als noch im Jahr 2007. Neunzig Prozent der Arbeitnehmer akzeptieren die Reduzierung der Arbeitsstunden.