Valartis: Schweizer Bank zu kaufen

Markt / 30.08.2013 • 18:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Valartis Bank, Nachfolger der Hypo Vorarlberg Liechtenstein, will ihre Schweizer Bank verkaufen.

SChaan. (VN/LVB/sda) Aufgrund des unbefriedigenden Wachstums müsse eine Lösung für das Schweizer Vermögensverwaltungsgeschäft gefunden werden, hieß es am Dienstag aus der Valartis Bank, die früher als Hypo Vorarlberg Liechtenstein firmierte. Die Valartis Bank AG Schweiz mit knapp 70 Angestellten verwaltet rund 20 Prozent aller der Gruppe anvertrauten Vermögen, zeichnet aber für 30 Prozent der Kosten verantwortlich.

Ziel von Valartis sei es, eine „zukunftsfähige Kosten-Ertrags-Basis“ zu erreichen. Die Gruppe besteht aus je einer Bank in der Schweiz, Liechtenstein und Österreich sowie Fonds- und Investitionsgesellschaften. In der Schweiz hat sie Niederlassungen in Zürich, Genf und Lugano, daneben ist sie in Liechtenstein, Wien, Singapur, Moskau und Luxemburg präsent.

Die einst hauptsächlich als Börsenhändlerin tätige Valartis hat sich ab 2008 nach einem Strategiewechsel zu einer Privatbankengruppe entwickelt. Zur Expansion wurden ganze Private-Banking-Teams von anderen Banken übernommen. Dadurch sind zwar die Kosten gestiegen, das angestrebte Wachstum blieb aber offenbar aus. In der ersten Jahreshälfte hat Valartis gruppenweit gerade noch neue Kundengelder von netto 125 Mill. Fr. anziehen können. 2012 waren es in sechs Monaten immerhin gegen eine halbe Milliarde Franken. Insgesamt belaufen sich die verwalteten Vermögen derzeit auf fast 7,9 Mrd. Franken. Mit der Fusion der Schweizer Valartis Bank mit einem anderen Institut könnte diese die Kosten wieder in den Griff bekommen. Die ­Alternative dazu wäre der Verkauf der Bank.

Dass offenbar Handlungsbedarf besteht, zeigt der diese Woche veröffentlichte Halbjahresabschluss: In diesem steht gerade noch ein Gewinn von rund 100.000 Franken.