Rhomberg mit Bau und Bahntechnik auf Schiene

Markt / 16.09.2013 • 22:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Projekt „Neue Seeschanze“ in Lochau wurde im vergangenen Geschäftsjahr fertiggestellt. Fotos: rhomberg
Das Projekt „Neue Seeschanze“ in Lochau wurde im vergangenen Geschäftsjahr fertiggestellt. Fotos: rhomberg

Höchststand bei Umsatz und bei Mitarbeitern. Leistbares Wohnen als Zukunftsthema.

bregenz. (VN-reh) Für die Rhomberg Gruppe hat sich in den letzten zwölf Monaten viel getan. Durch das Joint Venture mit der Schweizer Sersa Group ist mit der Rhomberg Sersa Rail Group der führende Komplettanbieter für Bahntechniklösungen in Europa entstanden, Rhomberg übernahm einen Großteil der Universale-Bau und beteiligte sich an der Sohm HolzBautechnik.

Dazu wurde im Geschäftsjahr 2012/13 ein Höchststand sowohl bei der Betriebleistung als auch bei der Mitarbeiterzahl erreicht. Daher konnten die Geschäftsführer der Rhomberg Holding, Hubert Rhomberg und Ernst Thurnher, bei ihrer Bilanzpressekonferenz erfreuliche Zahlen präsentieren.

„Keine Geldpresse im Keller“

Eine Geldpresse habe man – wie von manchen aufgrund der Zukäufe vermutet – aber nicht im Keller, stellte Thurnher schmunzelnd fest. Neben den „Anschaffungen“ wurde eben auch fleißig gebaut, im Baubereich (u.a. Neue Seeschanze Lochau, Vorarlberg Museum, LCT one Dornbirn, Hotel Storchengrund Wien) genauso wie im Bereich Bahntechnik (Zulaufstrecke Brenner Nord).

„Wegen der Fluktuation bei der Auftragslage ist es wichtig, zwei Standbeine zu haben. So kann man nie ganz umfallen“, betonte Hubert Rhomberg, der für beide Bereiche, Bau und Bahntechnik, ein positives Resümee zog.

Bahntechnik auf Schiene

Bei der Bahntechnik falle die Bilanz ein Jahr nach Bildung der Rhomberg Sersa Rail Group erfreulich aus. Man habe nun auch die Größe, bei internationalen Großprojekten im Bahngeschäft erfolgreich sein zu können, ohne dass man zum Konzern werden müsse. Ein Weg, den das Familienunternehmen nicht gehen möchte.

Erfreuliches Kerngeschäft

Trotzdem stehe aber immer die Angst im Raum, erklärte Rhomberg, dass die Politik bei Infrastrukturmaßnahmen weiter spart. Das würde die Branche massiv treffen. Erfreulich läuft es für Rhomberg auch im Kerngeschäft Bau. Hier sind Entwicklung und Ausblick positiv, auch wenn es, wie Rhomberg betont, ein schwieriges, kapitalintensives Geschäft mit kleinen Margen sei. „Aber Vorarlberg hat den Vorteil, dass der Bau, solange die Industrie gut unterwegs ist, noch was zu tun hat. Aber ich bin nicht sicher, wie lange noch.“

Insgesamt rechnen Rhomberg und Thurnher aber mit einem guten Geschäftsjahr 2013/14. Ein Plus werde wohl am Ende wieder davorstehen.

Wir decken die komplette Lebenszyklusbetrachtung ab.

hubert rhomberg
Der Bereich Bahntechnik ist international aufgestellt.
Der Bereich Bahntechnik ist international aufgestellt.

Kennzahlen

Rhomberg Gruppe 2012/13

» Betriebsleistung: 351,6 Mill. Euro (davon 53 % Österreich, 47 % International); Vorjahr: 350,9 Mill.

» Eigenkapitalquote: 36 %

» Mitarbeiter: • Bau & Ressourcen: 593; Bahn: 796*; Gesamt: 1389 (davon in Vorarlberg: 475)

» Investition in Sachanlagen: 12,5 Mill., davon 6,5 Mill. Euro in Vorarlberg

» Standorte: Österreich, Schweiz, Deutschland, Niederlande, Türkei, UK, Kanada, Australien

» Geschäftsführer Rhomberg Holding: DI Hubert Rhomberg, Mag. Ernst Thurnher

* die Zahlen „Bahn“ sind aliquot zum Beteiligungsverhältnis enthalten, d. h. auch Sersa ist zu 50 % enthalten.