Kunden kennen Unterschied

Markt / 02.10.2013 • 17:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Volksbank-Vorarlberg-Chef Gerhard Hamel (l.) war mit Heribert Donnerbauer in der VN-Redaktion zu Gast, um über die aktuelle Lage zu berichten. Foto: vn/sca
Volksbank-Vorarlberg-Chef Gerhard Hamel (l.) war mit Heribert Donnerbauer in der VN-Redaktion zu Gast, um über die aktuelle Lage zu berichten. Foto: vn/sca

Volksbanken-Obmann sieht Regionalbanken auf gutem Weg. ÖVAG-Abbau schreitet zügig voran.

Schwarzach. (VN-toh) Als die ÖVAG (Österreichische Volksbanken AG), das Spitzeninstitut der Volksbanken, ins Trudeln geriet, zog sie den gesamten Genossenschaftsverband in Mitleidenschaft. Ob da noch Kosten auf die Genossenschaften zukommen, wagt auch Heribert Donnerbauer, Obmann des Genossenschaftsverbandes der Volksbanken, nicht zu spekulieren. Nach dieser schweren Zeit für die Volksbanken weiß er jedoch eines: „Die Kunden haben sehr wohl zwischen der ÖVAG und den regionalen Volksbanken unterschieden.“ Das bestätigen ihm die österreichweit 900.000 Kunden, die dem Bankenverbund geholfen haben, keine Marktanteile zu verlieren.

Dank Krise für die Zukunft gerüstet

Im Gespräch mit den VN betont Donnerbauer, dass die Verkleinerung des Spitzeninstituts unabdingbar ist. „Dennoch“, sagt er, „braucht es dieses Institut, um eine Umlage zu schaffen, da im Osten mehr Einlagen verwaltet und im Westen mehr Kredite vergeben werden.“

Doch nicht nur bei der ÖVAG muss der Gürtel enger geschnallt werden. In jüngster Vergangenheit schlossen sich einige regionale Volksbanken zusammen. In der Obersteiermark wurden gleich sechs Institute zu dreien zusammengeführt. Für die Zukunft sieht er „seine“ Banken jedoch gut aufgestellt, denn als regionale Bank kenne man die Leute und deren Bedürfnisse und beherrsche daher das Kerngeschäft. Das gelte insbesondere für die Vorarlberger Volksbank, die kürzlich ihren Genossen begrüßen konnte.

Zahlen und Fakten

Die drei größten Volksbanken:

VB Wien Bilanzsumme 2,88 Mrd. Euro

VB Salzburg 2,04 Mrd. Euro

VB Vorarlberg 2,02 Mrd. Euro

Einlagen gesamt: 20,85 Mrd. Euro

Kredite gesamt: 21,20 Mrd. Euro

Kunden: 80.000 KMU

900.000 Privatkunden

Mitarbeiter gesamt: 5000

Mitarbeiter in Vorarlberg: 471

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.