Alpbach: Wachstum ja, Aufschwung vielleicht

Markt / 04.10.2013 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Alpbach. Die Wirtschaft wächst zwar wieder, aber bei Weitem nicht so stark wie vor der Finanzkrise von 2008, sind sich die sieben Analysten, die gemeinsam die Zins- und Währungsprognose im Rahmen des Alpbacher Finanzsymposiums erstellen, einig. Derzeit liege man bei einem Prozent, 1,7 Prozent Plus könnten es für die nächsten fünf Jahre werden. Nicht ganz einig waren sie sich aber, ob das ein Aufschwung oder viel zu wenig nach der langen Rezession sei. Immerhin liege die Wirtschaftsleistung Europas noch um drei Prozent unter dem Wert vor der Krise. Außerdem haben drei der vier großen EU-Länder große Struktur- und Budget-Probleme.

Klar ist aber, dass die Zinsen langsam wieder steigen, vorerst vor allem für zehnjährige Veranlagungen. Freuen können sich Länder an der Peripherie Europas. Seit Monaten fließt wieder mehr Kapital dort hin, sagte Ingo Jungwirth (BAWAG P.S.K.). Auch Michael Rottmann (UniCredit Group) empfiehlt Anleihen von Ländern wie Spanien oder Italien angesichts der besseren Renditen. Er kann sich vorstellen, dass der nächste Stresstest der EZB dazu führt, dass deutsche Banken mehr Rekapitalisierungsbedarf haben als österreichische oder spanische – weil es in Deutschland derzeit weniger strenge Regeln zur Erfassung notleidender Kredite gebe.

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