Jetzt sind die Bürger gefragt

Markt / 04.10.2013 • 21:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jetzt sind die Bürger gefragt

Kein Nein zu Windrädern vom Naturschutz. Mitte Oktober sollen die Bürger entscheiden.

Möggers. Würden tatsächlich Windräder am Hochberg zwischen Möggers und Eichenberg installiert, wären es mit Abstand die höchsten Bauten in Vorarlberg (siehe Grafik). Wilfried Bertsch, Leiter der Landesraumplanung, äußerte seine Bedenken gegenüber den Windrädern bereits in den VN – vor allem hinsichtlich des Naturschutzes.

„Stören optisch nicht“

Doch gerade von Naturschutzanwältin Katharina Lins kommt kein kategorisches Nein für die Windräder. „Natürlich gilt es verschiedene Dinge zu prüfen, und man muss schauen, ob das Ganze landschaftsverträglich wäre. Aber ich bin nicht grundsätzlich dagegen. Die Windräder in Deutschland beispielsweise stören mich optisch nicht“, sagt Lins im Gespräch mit den VN.

Zugvögel und Fledermäuse

Entscheidend sei, ob die Windräder für Zugvögel zu einem Problem werden könnten. Von Erfahrungsberichten von anderen Naturschutzanwälten wisse sie zudem, dass Fledermäuse oft in diese schnell rotierenden Windräder geraten würden.

Doch diesbezüglich kann Franz Rüf, Obmann der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV), der gemeinsam mit der Energiemodellregion Leiblachtal die Möglichkeit der Windkraftnutzung am Pfänderrücken auslotet, Entwarnung geben. Denn: „Unsere Windräder würden langsam rotieren und daher keine Gefahr für Zugvögel und Fledermäuse darstellen.“

Auftrag der Bürger

Am 14. Oktober wird die Messung vorübergehend eingestellt, die Messdaten von der Energiewerkstatt ausgewertet und ein Modell erarbeitet, welches über Kosten, Umfang und Wirtschaftlichkeit Aufschluss geben soll. Dann sind die Bürger am Zug. „Sie werden entscheiden, ob das Projekt weiterbetrieben werden soll“, sagt Rüf. Schließlich sind es auch die Bürger, die den Windpark, der 4000 Haushalte mit Strom versorgen soll, über Beteiligungen finanzieren sollen. Eine Veranstaltung dazu ist am 20. Oktober geplant.

Nach dem derzeitigen Stand der Messungen, die seit Mai laufen, ist das Windaufkommen ausreichend, um einen Windpark wirtschaftlich betreiben zu können.

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