US-Budgetstreit bremst Börsen auch diese Woche

Markt / 06.10.2013 • 18:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Börsianer mit „mulmigem Gefühl in der Magengegend“.

frankfurt, new york. Der US-Budgetstreit bremst auch diese Woche die Börsen. Die verhärteten Fronten im Streit über den US-Haushalt sorgen bei Börsianern zunehmend für ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. „Die Unsicherheit bleibt hoch, vor allem in den USA“, sagen die Strategen der Landesbank Berlin (LBB). In dem Konflikt, der sich auch um die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Bill. Dollar (12,29 Bill. Euro) dreht, stehen sich Republikaner und Demokraten im US-Kongress weiterhin unversöhnlich gegenüber. Gelingt bis Mitte Oktober keine Einigung, droht die Zahlungsunfähigkeit.

In der letzten Woche erwies sich das politische Gezerre als Gift für die Börsen: Der DAX verlor im Vergleich zur Vorwoche 0,4 Prozent, der Dow-Jones-Index sogar 1,2 Prozent. Der CBOE-Volatilitäts-Index, der die Sorgen der Marktteilnehmer abbildet, stieg auf fast 17 nach 13,1 Stellen am 20. September.

Viele Investoren hielten sich wegen der diffusen Lage in Amerika mit Käufen zurück, obwohl sie grundsätzlich steigende Kurse erwarteten, sagt LBBW-Analyst Berndt Fernow. „Ist in Washington der Staatsfinanzierungs-Crash abgewendet, dürfte sich der DAX zu neuen Kurshöhen aufschwingen.“ Nach Meinung der Commerzbank wird der deutsche ­Aktienmarkt in der neuen Woche keine Fahrt aufnehmen. Nach seinem starken Kursanstieg und neuen Höchstmarken im September bewege sich der DAX momentan bei etwa 8600 Punkten seitwärts.

Am Dienstag will der US-Aluminiumkonzern Alcoa seine Quartalsergebnisse vorlegen. Das ist traditionell der Auftakt der US-Bilanzsaison. Für Freitag haben die beiden Großbanken JPMorgan und Wells Fargo die Bekanntgabe von Geschäftszahlen angekündigt.

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