Ländle-Lebensmittel schmecken international

Markt / 08.10.2013 • 21:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Peter Pfanner nutzt die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit Geschäftspartnern.

Peter Pfanner nutzt die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit Geschäftspartnern.

Die Anuga ist die größte Lebensmittelmesse der Welt. Vorarlberg ist prominent vertreten.

Köln. (VN-sca) Die Anuga in Köln ist eine Messe der Superlativen: Mit 6777 Anbietern aus 98 Ländern ist die Anuga die weltweit größte und wichtigste Messe für „Food und Beverage“. Und Österreich ist immerhin der achtgrößte Aussteller (mit 120 Firmen) auf dieser ­Messe, die eigentlich aus zehn Fachmessen ­besteht. Die Besucher kommen aus 180 Ländern nach Köln, um zu erfahren, was neu am Lebensmittelmarkt ist – und das Angebot reicht von edlen Biolebensmitteln bis zu Fastfood ohne großen Anspruch. Heute noch werden die Aussteller um den Geschmack und das Interesse der Einkäufer aus dem Handel und der Gastronomie buhlen.

Klar, dass auch die großen Vorarlberger Lebensmittel-produzenten derzeit nicht im Ländle anzutreffen sind, sondern in Köln. Die Teilnahme ist Pflicht für sie – denn Präsenz ist wichtig. Und natürlich wollen auch die Vorarlberger wissen, welche Trends in aller Herren Länder gerade angesagt sind.

Das bestätigt auch der ­Obmann der Vorarlberger ­Lebensmittelproduzenten, Josef Rupp, gegenüber den VN: „Für die Lebensmittelindustrie in Vorarlberg spielt die Messe eine große Rolle, da dort alle Trends und aktuelle Themen im Bereich Food and Beverage zu sehen sind.“ Sein Unternehmen ist selbstredend Aussteller auf der Messe: „ Die Messe bietet uns eine hervorragende Möglichkeit, bestehende Kunden aus der ganzen Welt zu treffen und aktuelle Themen zu besprechen sowie neue Produkte vorzustellen. Ziel ist es natürlich auch, Neukunden zu akquirieren.“

„Das ist ein Meeting Point“

Die selben Ziele verfolgen auch die beiden Fruchtsafthersteller Pfanner und Rauch, die mit großzügigen Messeständen vertreten sind. Peter Pfanner ist mit dem Messeverlauf zufrieden. „Das ist ein Meeting Point hier. Wir treffen Kunden und Lieferanten. Der persönliche Kontakt ist sehr wichtig.“

Der Kontakt zu bestehenden und neuen Kunden ist auch für Daniela Kapelari-Langebner, Geschäftsführerin Marketing & Vertrieb beim Meisterbäcker Ölz, wichtigster Grund zur Teilnahme an der Messe: „Die Anuga bietet uns optimale Möglichkeiten für neue Kontakte, vor allem aus anderen europäischen Ländern. Nach den ersten Messetagen können wir eine positive Bilanz ziehen, das Interesse und die Besucherzahlen sind sehr gut und es liegen uns bereits vielversprechende Anfragen vor.“ Anfragen zum Beispiel zu den neuen singlefreundlichen Produkten aus Dornbirn, die dem Trend zu Ein- und Zwei-Personen-Haushalten in Europa sehr entgegenkommen.

Über einen „Lebensmittel-Oscar“ durfte sich indes der Rankweiler Fruchtsafthersteller Rauch freuen. Marketingchef Daniel Wüstner: „Wir haben mit dem Bio-Trio einen von 20 Anuga-Preisen gewonnen“, so Wüstner gegenüber den VN. Das Produkt ist für die Gastronomie entwickelt, das Interesse ist groß.

Und auch kleine Produzenten konnten reüssieren: Zum Beispiel die rührige Dornbirner Kaffeefirma Amann mit ihrem Lagenkaffee, und die Sulzberger Käserebellen.

Auf der Anuga sind alle Trends versammelt. Ein Pflichttermin.

Josef Rupp, FGO Lebensmittel
Rauch Fruchtsäfte überzeugten auch Juroren: Anuga-Preis für „Bio Trio“-Säfte. Fotos: P/Ö/R

Rauch Fruchtsäfte überzeugten auch Juroren: Anuga-Preis für „Bio Trio“-Säfte. Fotos: P/Ö/R

Für den Meisterbäcker Ölz ist Deutschland mit 40 Prozent der wichtigste Exportmarkt.

Für den Meisterbäcker Ölz ist Deutschland mit 40 Prozent der wichtigste Exportmarkt.

Anuga Köln

» Aussteller: 6777 Aussteller aus 98 Ländern

» Besucher: 154.516 Fachbesucher aus 180 Ländern

» Themen: Fine Food , Drinks, Meat, Frozen Food, Chilled & Fresh Food, Dairy, Bread & Bakery, Hot Beverages, Organic, RetailTec, FoodService

» Größte Ausstellerländer: Italien (1043 Aussteller), Spanien (447), China (409), Frankreich (255)

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