Brigitte Webers Karriere zwischen zwei Welten

Markt / 10.10.2013 • 18:21 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Brigitte Weber hat in der Türkei mit ihrer Arbeit reüssiert. Ihre Entwürfe finden auch international viel Anerkennung. Fotos: e-architect/peoplechek
Brigitte Weber hat in der Türkei mit ihrer Arbeit reüssiert. Ihre Entwürfe finden auch international viel Anerkennung. Fotos: e-architect/peoplechek

Brigitte Weber gehört international zu den wichtigsten Architektinnen. Karriere machte sie in der Türkei.

Schwarzach. (VN/elle) Weithin künden die Twin Towers von Istanbul vom Boom am Bosporus. Das Wahrzeichen des türkischen Wirtschaftswunders ist die Visitenkarte der aus Sulz stammenden Architektin Brigitte Weber. Sie gehört zu den Topstars in einem Land, das zielstrebig die Lebens- und Wirtschaftsräume seiner Zukunft baut. Beim Wirtschaftsforum berichtet die Vorarlbergerin über ihre Arbeit, ihre Philosophie und natürlich darüber, wie sie in der Türkei mit ihrer Arbeit reüssieren kann.

Eines ihrer Referenzobjekte sind die Trump Towers in Istanbul. Den Zuschlag für den Bau der Türme erhielt Brigitte Weber vom Tycoon der mächtigsten türkischen Mediengruppe Dogan Holding. Entwurf und Ausstattung fanden Gefallen bei Donald Trump, der das Werk der Vorarlbergerin mit Know-how und Zuerkennung der Marke Trump ehrte. Diese garantiert weltweit höchste Qualitätsstandards, die genau kontrolliert werden. Zwölf Stockwerke unter und 37 über der Erde drehen sich die in einem schwarz-weißen Rasterkleid gehaltenen Trump Towers optisch über einem Stadtteil, in dem das Wirtschaftsherz von Istanbul schlägt.

Weber wurde nicht über Nacht die Stararchitektin der Türkei. Sie ist bislang auch die Einzige, die Mitglied der türkischen Architektenkammer ist. Der Weg durch die Instanzen war lang und mühsam. Nach dem Studium an der TU Wien und einer zweijährigen Praxis bei Wilhelm Holzbauer ging sie nach Istanbul. 2005 gründete sie ihr eigenes Büro: Brigitte Weber architects. Es ist in Istanbul im Hilton-Komplex etabliert. Gut erreichbar, zweistöckig angelegt, sachlich, funktionell, kostenbewusst. Derzeit beschäftigt sie 15 Architekten.

Großprojekt in Ankara

Die Großprojekte würden eine viel größere Zahl an Mitarbeitern vertragen, aber Brigitte Weber möchte sich weiterhin persönlich um jede einzelne Vase kümmern. „Less is more.“ Die Vorarlberger Kardinaltugend wird von der prestigebewussten Istanbuler High Society geschätzt. Mit Innenraumgestaltungen und Umbauten in Villen und Wohnungen, mit dem Bau von privaten Reitställen und Ferienresidenzen für einflussreiche türkische Familien begann sie sich einen Namen zu machen. Mit dem Auftrag für die Trump Towers ging ein Traum in Erfüllung.

Eine Sprache im Äußeren wie Inneren spricht auch das Anschlussprojekt von Brigitte Weber in Ankara. Es wird heuer fertiggestellt. Drei Türme markieren das neue pulsierende Zentrum der Hauptstadt, in der seinerzeit Clemens Holzmeister der Moderne den Weg bahnte. Das Architektur­ensemble der Vorarlbergerin im Ausmaß von 240.000 Quadratmetern besteht aus einem größeren und einem kleineren Wohnturm sowie einem spiegelverglasten Büroturm.

Optimistisch für die Zukunft

Die Zukunft ihrer Wahlheimat Türkei beurteilt die Vielbeschäftigte optimistisch: „Trotz der Unterschiede zwischen dem industrialisierten Westen und dem agrarischen Osten entwickelt sich die Türkei zu einem spannenden Markt für Investoren und Lieferanten. Vorarlberg hat gute Chancen mit Präzisionsprodukten und Spezialitäten für die boomende Bauwirtschaft, wie sie von Grass, Blum, Zumtobel beispielsweise genutzt werden. Die türkischen Partner sind unkompliziert. Dank der Flexibilität hat das Land Krisen gemeistert und hat eine solide Struktur. Ich sehe keinen Vorteil für die Türkei in einem EU-Beitritt. Die türkische Wirtschaft funktioniert nach Regeln, die mit denen der EU nicht kompatibel wären. Interessanter ist die Entwicklung eines größeren Wirtschaftsraumes gemeinsam mit zentralasiatischen Staaten sowie eine Wirtschaftsallianz der Länder am Schwarzen Meer.“

Wirtschaftsforum: Daten und Fakten

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