Mit „45 plus“ ist noch lange nicht Schluss

Markt / 11.10.2013 • 20:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nicht gegeneinander, sondern miteinander werden die Generationen künftig arbeiten, sagt der Verein „45plus“.
Nicht gegeneinander, sondern miteinander werden die Generationen künftig arbeiten, sagt der Verein „45plus“.

Österreicher werden zuerst älter und dann weniger. Das hat Folgen für die Wirtschaft.

Schwarzach. (VN-sca) Die Demographie macht der Wirtschaft im Land schon jetzt zu schaffen: Waren es vor einigen Jahren noch zu viele Jugendliche, die eine Lehrstelle suchten, ist der Mangel der geburtenschwachen Jahrgänge heute schon zu spüren. Auch wenn derzeit die Arbeitslosenzahlen steigen, machen sich die Personalchefs in den großen Firmen des Landes bereits heute Sorgen, wie sie hoch qualifiziertes Personal finden werden. Denn noch weiß nicht nur der AMS-Berater, dass Arbeitslose, die über 50 Jahre alt sind, nur sehr schwer vermittelbar sind. Auch die Personaler wollen junge Mitarbeiter, solange es noch welche gibt.

Doch die Uhr tickt. Dieser Umstand und die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, hat eine Reihe von Vorarlbergern bewogen, einen Verein zu gründen und ein Buch zu schreiben. ­Initiiert wurde der Verein für Generationen-Management und das gleichnamige Institut von einer Gruppe rund um Doris Zimmermann und Manfred Rünzler, die mit ihrer Doppel-Obleuteschaft darauf hinweisen, dass die Bewusstseinsschaffung für die Generationen-Frage nicht vom Geschlecht abhängig ist. Und schon gar nicht vom Alter.

Miteinander als Ziel

Obmann Manfred Rünzler, Geschäftsführer von ZTN Training & Consulting: „Wir wollen nicht einseitig auf die Anliegen der älteren Menschen aufmerksam machen. Was wir anstreben, ist ein Miteinander von Alt und Jung, weil wir davon überzeugt sind, dass sich die Generationen sehr gut ergänzen und befruchten.“ Und der Verein, der bei der Wirtschaftskonferenz zum Generationen-Management in Bregenz (siehe Factbox) auch ein Buch vorstellt, das einen niederschwelligen Einstieg in die Thematik erlaubt, will nicht mit dem Zeigefinger auftreten, sondern Bewusstsein schaffen und sensibilisieren. „Aufklärung, Diskussion, Informationsaustausch und Veranstaltungen sind die Mittel, mit denen wir die Menschen erreichen wollen“, schildert Mitgründer Heinz Zöchbauer den Arbeitsauftrag, den sich der Verein gegeben hat.

Ein prominent besetzter Beirat mit Zumtobel-Personalchefin Brigit Sonnbichler, Lebenshilfe-Geschäftsführerin Michaela Wagner, WKV-Industrie-Geschäftsführer Michael Amann, Raiffeisen-Chef Wilfried Hopfner, Personalberater Reinhard Zehetner und der Liechtensteiner Altersexperte Peter Goop, hilft mit, dass mit 45 plus noch lange nicht Schluss ist.

Wir nutzen das Wissen älterer Menschen zu einem erfolgreichen Miteinander von Alt und Jung.

Manfred Rünzler, Obmann 45plus

Veranstaltung

2. Wirtschaftskonferenz

zum Generationen-Management

Praktische Beispiele alter(n)sgerechter Arbeitsgestaltung
Bregenz, Festspielhaus

Dienstag, 15. und Mittwoch, 16. Oktober 2013

Teilnehmer: Personalverantwort­liche, Management, Betriebs- und

Personalräte, betriebliche Gesundheitsexperten, Institutionen und Verbände

Info & Anmeldung: bf-geissler.com; www.zukunftgesundheit.net

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