Laute Kritik an Energiewende

Markt / 13.10.2013 • 18:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Berlin. Der bevorstehende Anstieg der Ökostrom-Zulage in Deutschland sorgt bei Verbraucherschützern und Unternehmen für Kritik an der Energiewende. Deutschlands oberster Verbraucherschützer, Gerd Billen, forderte in einem am Samstag vom Magazin „Focus“ im Voraus veröffentlichten Interview eine Obergrenze für die Höhe der Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien. Stromversorger forderten ein Umsteuern der neuen deutschen Regierung in der Energiepolitik. Am Dienstag werden die Stromnetzbetreiber die neue Höhe der Umlage zur Finanzierung des Ökostromausbaus bekannt geben. Fachleute rechnen mit einem deutlichen Anstieg von 20 Prozent auf dann 6,3 Cent pro Kilowattstunde.

„Die Höhe der EEG-Umlage muss gedeckelt werden“, forderte Billen, Chef des Bundesverbands Verbraucherzentralen, im „Focus“. Die neue Bundesregierung dürfe die Kosten der Energiewende nicht mehr nur auf die Verbraucher abschieben. Billen schlug vor, einen Teil der Ökosubventionen aus Steuermitteln zu finanzieren, da sich die Steuerlast nach dem Einkommen richtet. Ohne eine Reform der Förderung der erneuerbaren Energien würden die Kosten für deren Ausbau und die EEG-Umlage „weiter rasch wachsen“, sagte der Umweltökonom Andreas Löschel vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.