In einer besonderen Mission

Markt / 17.10.2013 • 18:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Helfen vor Ort, wenn ein Unternehmen schwierige Aufgaben zu lösen hat: Die Interimsmanager Felix Rippe (Fa. Interim, l.) und Alfred Painsi (IPMC Managementberatung) im VN-Gespräch. Foto: Stiplovsek
Helfen vor Ort, wenn ein Unternehmen schwierige Aufgaben zu lösen hat: Die Interimsmanager Felix Rippe (Fa. Interim, l.) und Alfred Painsi (IPMC Managementberatung) im VN-Gespräch. Foto: Stiplovsek

In vielen Ländern schon lange üblich, arbeiten Interimsmanager inzwischen auch in heimischen Firmen.

Dornbirn, Altach. (VN) Jahre-, ja jahrzehntelange Erfahrung in der Wirtschaft – das ist die wichtigste Eigenschaft, die ein Interimsmanager vorweisen muss. Interimsmanager übernehmen Aufgaben in Betrieben jeder Art und jeder Größe auf Zeit. „Es ist aber bei Weitem nicht so, dass wir nur bei Krisen in eine Firma gerufen werden“, stellen Alfred Painsi und Felix Rippe im Gespräch mit den VN fest. Das freilich auch – oft ist es für Unternehmen von Vorteil, wenn jemand nicht nur einen Blick von außen auf das Unternehmen richtet und Empfehlungen gibt, sondern in der Praxis an der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen mitarbeitet. Ziel: Der Einsatz muss sich für den Kunden rechnen.

„Wenn es sich um Unternehmen in Krisensituationen handelt, werden wir schon kritisch empfangen“, so Rippe. Doch die beiden Manager haben ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt, haben lange Zeit in Betrieben in führender Position gearbeitet, bevor sie sich entschlossen, ihr Know-how am freien Markt anzubieten. Und die Erfahrung zeige, dass Interims­manager mit den Mitarbeitern und nicht gegen sie arbeiten. „Wir sind ja auch vor Ort und setzen die Ideen und Maßnahmen zusammen mit den Menschen in den Betrieben um. Wir übernehmen Verantwortung“, so Alfred Painsi.

Unterstützung für Firmen

„Interimsmanager sind in anderen Ländern längst Usus“, so Painsi. In Holland, England oder den USA werden sie engagiert, wenn es gilt, neue Herausforderungen anzugehen. Und die sind, wie eingangs erwähnt, vielfältig: „Wir helfen zum Beispiel, wenn eine neue ­Produktion in einem Unternehmen eröffnet wird. Da kann ich als Techniker meine ganze Erfahrung einbringen“, so Alfred Painsi. Und sie sind auch die Ansprechpartner, wenn es gilt, einem schnell gewachsenen Unternehmen eine passende Organisationsstruktur zu geben. „Oft sind es Techniker, die mit ihren Ideen und Innovationen sehr erfolgreich sind. Sie haben nicht die Zeit, sich um die Entwicklung der Strukturen zu kümmern. Da sind wir zur Stelle“, nennt Felix Rippe ein Beispiel für seine Tätigkeit.

In den großen Unternehmen des Landes sind Interimsmanager ein probates Mittel, um Dinge auf den Weg zu bringen. Ansonsten haben die Experten manchmal mit Vorurteilen zu kämpfen. „Viele Unternehmen fürchten sich vor einer schlechten Nachrede, wenn öffentlich wird, dass sie externe Fachleute einsetzen.“ Doch das werde mit jedem Einsatz besser. „Wir leben auch von der guten Nachrede von Kunden, die mit uns zufrieden waren“, sagen die beiden.

Arbeitsplätze gerettet

Rippe erzählt von einem aktuellen Fall: Er wurde in einen Betrieb gerufen, der wirtschaftliche Schwierigkeiten hatte. Nicht weil die Leistung nicht stimmte, sondern weil sich die Gesellschafter auseinanderlebten. „Mein Auftrag war es, die Insolvenz und den Verkauf vorzubereiten.“ Er musste mit Lieferanten und möglichen Investoren verhandeln, die Kosten in den Griff bekommen und möglichst viele der Arbeitsplätze erhalten. Das ist ihm gelungen: „Niemand hat Geld verloren, die Firma steht heute gut da.“ Und die Leistungen seien durchaus nicht nur für die Industriebetriebe interessant, „die rechnen sich auch für kleine und mittlere Unternehmen“.

Die Unternehmen

IPMC Managementberatung

» Alfred Painsi, MSc MBA

» Inhaber und Geschäftsführer

» Dornbirn, Hintere Achmühlerstraße 1

» www.ipmc.at

Interim Management GmbH

» Felix Rippe

» Altach, Starkenfeldstraße 7

» www.interim.at

Entgeltliche Einschaltung. Die Serie „Gut beraten“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der Vorarlberger Nachrichten mit Unterstützung der Fachgruppe UBIT in der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

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