McDonald’s wächst weiter

Markt / 20.10.2013 • 18:36 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Ansturm am ersten Tag der Eröffnung war riesengroß. Das Restaurant präsentiert sich zweistöckig mit Garten und Terrasse. Foto: mcDonald’s

Der Ansturm am ersten Tag der Eröffnung war riesengroß. Das Restaurant präsentiert sich zweistöckig mit Garten und Terrasse. Foto: mcDonald’s

3,7 Millionen für neues Restaurant in Rankweil. Auch heuer Umsatzplus erwartet.

rankweil. Sechzehn Jahre ist es her, dass sich Loek Versluis von der Spitzenhotellerie verabschiedete und bei McDonald’s einstieg. Nach einem Besuch im Restaurant in Bürs war seine Begeisterung geweckt – So sehr, dass er für ein Jahr in die Zentrale nach Wien ging, um sich ausbilden zu lassen. Mit dem Angebot, das Restaurant in Rankweil zu betreiben, nahm Versluis’ McDonald’s-Karriere an Fahrt auf. Heute betreibt er vier Restaurants in Bürs, Rankweil, Hohenems und Dornbirn, und das mit großem Erfolg. Aber trotz Routine, wenn eine Neueröffnung gefeiert wird, kommt auch mal bei Loek Versluis Stress auf.

Der Ansturm war riesig, als vergangene Woche die Türen des neuen McDonald’s-Restaurants in Rankweil aufgingen. „100 Tage Bauzeit, das war schon stressig. Dennoch ist alles gut gelaufen“, berichtet Versluis.

70 Mitarbeiter sorgen nun in Rankweil für das Wohl der Gäste. Insgesamt sind es in allen vier Restaurants 265. Damit ist Versluis der größte Gastronom des Landes. „Allerdings wird es dadurch operativ immer komplizierter. Der Vorteil ist aber, dass wir immer etwas Neues für unsere Gäste anbieten können“, erklärt Versluis, der sich lieber als Gastgeber statt als klassischer Franchisenehmer sieht. „Mir macht es nach wie vor Spaß“, betont Versluis. Vor allem die Konversation mit den Gästen. „Und da hat sich viel getan. Vom Kind bis zum 80-Jährigen kommen alle Alters- und Gesellschaftsschichten zu uns“, erzählt er nicht ohne Stolz. Deshalb denkt Versluis auch langfristig und hat sich seine eigene Taktik zurechtgelegt. „Ich frage viel. Ich habe die Kinder gefragt, welche Spiele sie sich wünschen. Ich habe die Gäste gefragt, was sie sich wünschen. Ein Ergebnis ist, dass sie nun bei uns ihr Elektrofahrrad mittels Ökostrom auftanken können“, gibt er ein Beispiel.

Ernährung ist wichtig

Auch die Ernährung ist ihm wichtig. „Ich erkläre oft den Schulkindern, dass es bei uns auch Salat und Mineralwasser gibt“, betont Versluis, der am Standort Rankweil 1,1 Millionen Euro investierte. Zusätzliche 2,6 Millionen kamen von McDonald’s. „Viele Gastronomen trauen sich nicht, etwas Neues zu machen. Dabei kommt jede Investition doppelt bis dreifach zurück“, ist er überzeugt. Und letztlich war ein Neubau auch dringend nötig. War das Restaurant in Rankweil doch mit 16 Jahren das älteste nicht umgebaute in ganz Österreich.

Keine starre Struktur

Und auch wer denkt, als Franchisenehmer sei man in eine starre Struktur eingebunden, der irrt. „Ich habe bei jedem meiner Projekte immer etwas anders gemacht“, berichtet Versluis. Auch die Preise sind übrigens nicht überall die gleichen. „Ich könnte für viele Produkte mehr verlangen, aber ich will es auch für jeden leistbar machen“, erklärt der Gastgeber. Dennoch, die Geschäfte laufen gut. Bereits im vergangenen Jahr 2012 konnte Vorarlbergs größter Gastronom den Umsatz seiner vier McDonald’s-Standorte in Bürs, Rankweil, Hohenems und Dornbirn um 6,6 Prozent auf 16 Millionen Euro steigern. Heuer soll es ein Plus von rund zwei Prozent geben.

„Die Gäste sparen auch“, erklärt Versluis.

Dennoch soll mit der Expansion noch lange nicht Schluss sein. Ein Standort im Dornbirner Messepark steht noch auf der Wunschliste. Die Gespräche laufen zwar, allerdings gebe es noch keine Entscheidung.

Loek Versluis betreibt vier McDonald’s-Restaurants. Foto: vn

Loek Versluis betreibt vier McDonald’s-Restaurants. Foto: vn

Kennzahlen

Versluis Restaurant GmbH

» Standorte: vier McDonald’s-Restaurants in Bürs, Rankweil, Hohenems und Dornbirn

» Umsatz 2012: 16 Mill. Euro (+ 6,6 Prozent)

» Umsatz 2013 erwartet: + 2 Prozent

» Investition Restaurant Rankweil: 3,7 Millionen Euro

» Mitarbeiter: 265 (davon neun Lehrlinge)

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