Frequenzvergabe macht die Handytarife teurer

Markt / 22.10.2013 • 21:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Telefonieren wird teurer. Foto: vn
Telefonieren wird teurer. Foto: vn

Neben höheren Tarifen steht auch der Abbau von Personal im Raum.

wien. Nach der Auktion von Mobilfunkfrequenzen, die der Republik Österreich mehr als zwei Mrd. Euro in die Kassen spült, gehen Experten davon aus, dass die Handytarife steigen werden. Die drei Mobilfunker Telekom Austria (A1), Drei (Hutchison) und T-Mobile Österreich deuteten das vorsichtig an. Der Chef von Drei, Jan Trionow, bestätigte, dass der im internationalen Vergleich hohe Preis für die Mobilfunkfrequenzen am Schluss beim Kunden hängen bleiben werde. Ob das über den Tarif oder Service- bzw. Netzqualität erfolgen wird, werde der Wettbewerb zeigen. Ähnlich sieht das auch der Betriebsrat der Telekom Austria. „Die bei der Versteigerung erzielten hohe Preise lassen nur die Finanzministerin jubeln, für die Beschäftigten und die Konsumenten bedeutet das nichts Gutes“, heißt es vom A1-Zentralbetriebsrat Walter Hotz.

T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth stellte einen Mitarbeiterabbau bereits in den Raum. Der Preis für die Mobilfunklizenzen werde den Kostendruck erhöhen, sagte Bierwirth. Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter sieht durch die für die TA gut eine Milliarde Euro teure LTE-Lizenzersteigerung momentan keinen Bedarf an einer Kapitalerhöhung, am Ausblick für das heurige Jahr werde festgehalten. Der Preis für Frequenzen soll aus liquiden Mitteln und über Fremdkapital gestemmt werden.

AK-Berechnungen zufolge belaufen sich die Kosten der Frequenzversteigerung auf die Laufzeit der Zuteilungen gerechnet nur auf etwa 0,5 bis 0,8 Euro pro Mobilfunkkunde und Monat. „Preisanstiege sind daher kaum mit den Frequenzkosten zu rechtfertigen“, so die AK.

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