EZB stellt sich auf wenig Überraschung ein

Markt / 24.10.2013 • 21:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Frankfurt. Der umfassende Bilanz-Check der Banken in der Eurozone wird nach Ansicht der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht viele Problemfälle zutage fördern. „Vergessen Sie nicht, dass die Banken in den Programmländern schon exzessiv unter die Lupe genommen worden sind“, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch, der die Testreihe maßgeblich vorbereitet hat. Er bezog sich damit auf die Euro-Krisenstaaten, die Hilfen der EU bekommen hatten. „Von daher sollten wir nur einige wenige Überraschungen erwarten.“ Morgan-Stanley-Analyst Huw van Steenis ist skeptischer: „Der Teufel steckt im Detail.“ So sei noch immer unklar, wie die EZB mit den Staatsanleihen-Beständen umgehen werde. Die ersten Auswirkungen der Tests werde man noch vor dem Jahresende sehen. Banken und Aufseher würden versuchen, kleinere Rückstellungen noch ins alte Jahr zu packen. „Die Bilanzprüfung wird sich in einer Reihe von Kapitalmaßnahmen in den nächsten Monaten niederschlagen.“ Auch der Analyst glaubt nicht, dass sich in Spanien, Portugal, Irland und Griechenland neue Kapitallücken auftun.

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