Schlagabtausch bei Metallern

Markt / 27.10.2013 • 20:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schwarzach. (VN) Als „überflüssig, unqualifiziert und falsch“ weist ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Lo­acker den von WKV-Chef Rein erhobenen Vorwurf der „Profilierungssucht der Gewerkschaften“ zurück und versucht im aktuellen Metaller-Konflikt einen Keil zwischen Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung zu treiben. Was den Kampf gegen die „kalte Progression“ anbelange, so bräuchte der ÖGB Vorarlberg von Rein wirklich keinerlei Belehrung. „Gerade wir und auch die Industriellenvereinigung im Lande sind hier seit Jahren und nicht erst jetzt aktiv“, so Loacker.

Im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde und des möglichen Streiks, der morgen früh um 6 Uhr beginnen soll, geht das Säbelrasseln weiter. Während sich Vertreter der Metallindustrie auch eine Aussperrung der Mitarbeiter vorstellen können, hat beispielsweise die Arbeiterkammer in Oberösterreich, dem größten Industrie-Bundesland Österreichs, eine Umfrage unter Betriebsräten in Auftrag gegeben: Kernaussage: „Drei Viertel der Betriebsratsvorsitzenden in der Metallindustrie bewerten die Geschäftslage des ,eigenen‘ Unternehmens als sehr gut, gut oder eher gut.“ Dies bestätige die Forderung der Gewerkschaften nach echten Lohnerhöhungen ohne Arbeitszeitverschlechterungen. Ein Spielraum dafür sei da, so die Arbeitnehmervertreter.

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