Uniqa steuert wieder auf ein Rekordergebnis zu

Markt / 28.10.2013 • 23:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
V. l.: Markus Stadelmann (künftiger Landesdirektor), Hartwig Löger (Vorstandsvorsitzender Uniqa Österreich) und Bruno Hutter (Landesdirektor).
V. l.: Markus Stadelmann (künftiger Landesdirektor), Hartwig Löger (Vorstandsvorsitzender Uniqa Österreich) und Bruno Hutter (Landesdirektor).

Versicherung steigert Prämienvolumen. Stadelmann wird neuer Landesdirektor.

bregenz. Das Jahr läuft gut für die Uniqa Vorarlberg. Das Prämienvolumen ist im ersten Halbjahr gestiegen, die Marktführerschaft in Vorarlberg wurde bestätigt. Zuwächse verzeichnete die Uniqa in den Bereichen Unfall/Schaden und Krankenversicherung. Nur der Bereich Lebensversicherung ging zurück. Man sei aber auf jeden Fall wieder auf Rekordkurs und gehe davon aus, das letztjährige Rekordergebnis toppen zu können, berichten Landesdirektor Bruno Hutter und sein Nachfolger Markus Stadelmann im VN-Gespräch.

Es sei zum einen gelungen, die Stornoquote zu verringern. Zum anderen verzeichnte die Uniqa im Halbjahr mehr Kunden genauso wie mehr Verträge. Mittlerweile hat der durchschnittliche Kunde 3,7 Verträge. Tendenz steigend.

Schließlich liege gerade im Vorsorgebereich noch Potenzial. Beispielsweise vertraue man in Österreich noch stark auf Vater Staat. „In einer Zeit wo jeder weiß, dass es nicht so ist. Die Höhe der Pension ist nicht garantiert“, warnt Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender der Uniqa Österreich. Ob sich die Lebensversicherung erhole, hänge auch vom Pensionskonto ab, wenn man sehe, was man an Pension erhalten wird. „Da werden viele sehen, dass es nicht reicht“, so Stadelmann.

„Den Pfad verloren“

Die Lebensversicherung habe in all ihren Formen nach wie vor ihre Daseinsberechtigung. Aber, stellt Löger selbstkritisch fest, habe man in der Vergangenheit Kernthemen der Versicherung wie lebenslange Pension und Garantie in den Hintergrund gerückt und auf Themen gesetzt, die mit Veranlagung und Renditeoptimierung in Verbindung standen. Damit habe man viele überfordert, weil dem Kunden nicht immer bewusst war, auf welches Risiko er sich zum Beispiel mit einer fondsgebundenen Lebensversicherung einlasse. „Da haben wir ein bisschen den Pfad verloren“, ist Löger überzeugt.

Solidarität bei Katastrophen

Nach wie vor großes Thema sind die Naturkatastrophen. Schließlich schlugen sich die Hochwasserschäden im ersten Halbjahr 2013 bei der Uniqa österreichweit mit 30 Mill. Euro netto nieder. Die Diskussion über eine Pflichtversicherung hält deshalb an.

„Allerdings können wir das nicht alleine stemmen, es braucht schon eine Solidarlösung“, ist Löger überzeugt.

Abgeschlossen ist bei der Uniqa jedenfalls die Strukturanpassung, im Zuge derer 200 Jobs abgebaut wurden. Daran sei nicht mehr gedacht.

Kennzahlen

Uniqa Vorarlberg 1. Halbjahr 2013

» Prämienvolumen: 77 Mill. Euro
(+ 4,3 Prozent)

» Schaden/Unfall: + 8 Prozent

» Krankenversicherung: + 4 Prozent

» Lebensversicherung: – 6,3 Prozent

» Marktanteil: 24 Prozent

» Kunden: 84.000

» Mitarbeiter: 143; 61 Kundenberater, 80 Vetriebspartner, 33 Generalagenturstandorte, 6 regionale ServiceCenter, 1 Landesdirektion

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