Logistiker der Zukunft

Markt / 11.12.2013 • 19:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Den Lehrlingen macht ihre Ausbildung sichtlich Spaß. Nach der Lehre stehen alle beruflichen Möglichkeiten offen.  FOTOS: PHILIPP STEURER
Den Lehrlingen macht ihre Ausbildung sichtlich Spaß. Nach der Lehre stehen alle beruflichen Möglichkeiten offen. FOTOS: PHILIPP STEURER

Speditionskaufleute sind gefragt. Nicht nur im Ländle, sondern auch im Ausland.

LAUTERACH. Das Selbstbewusstsein ist bei Monique Dorner sichtbar. Spontan kommt die Antwort der 18-Jährigen auf die Frage, welche Karriereziele sie als angehende Speditionskauffrau anpeilt. „Ich will nach England“, sprüht es mit Leidenschaft aus dem kecken Teenager heraus. Die Vorfreude darauf ist fast ansteckend. Noch aber heißt es für die junge Gaißauerin, sich in Geduld zu üben, steckt sie derzeit noch mitten drin im dritten Lehrjahr.

Doch im Anschluss steht einer Auslandskarriere beim Transport- und Logistikunternehmen Gebrüder Weiss nichts mehr im Wege. „Allerdings schauen wir schon darauf, dass wir die Jungen nicht verheizen und sie auch die nötige Reife besitzen, damit sie sich in der fremden Umgebung zurechtfinden“, bremst Direktor Roland Gander ein wenig die Euphorie seines jungen Schützlings. Im Rahmen eines Austauschprogramms hat sie die Insel bereits kennengelernt.

Vielseitige Ausbildung

Eine spätere Destination könnte beispielsweise Manchester sein. Doch es muss auch nicht England sein, denn bei 162 verschiedenen Standorten, an denen das älteste österreichische Speditionsunternehmen präsent ist, haben „Reiselustige“ eine riesige Auswahl.

Ihr sprachliches Rüstzeug erhalten die Jugendlichen in ihrer Lehrausbildung. So ist Englisch nicht nur ein Pflichtfach in der Schule, sondern wird auch zusätzlich einmal pro Woche im Unternehmen selbst unterrichtet. „Je mehr Sprachen man spricht, umso mehr Optionen hat man natürlich“, weiß auch Noah Strolz. Der aus den Niederlanden stammende Gaißauer hat vor vier Monaten seine Lehre zum Speditionskaufmann begonnen. „Ein wichtiges Thema war dabei gleich, wie man richtig mit Kunden umgeht“, beschreibt der 16-Jährige seinen Einstieg in diesen Beruf. „Da ich gerne Kundenkontakt habe, war das gleich eine gute Erfahrung für mich.“

Noch völlig offen lässt sich Kim Tiefenthaler ihren weiteren beruflichen Weg. Die 17-jährige Dornbirnerin, deren Vater selbst ein Transportunternehmen besitzt, steht im zweiten Lehrjahr. Derzeit ist der Lehrling in der Zollabteilung tätig, nachdem sie zuvor für die Lkw-Abfertigungen zuständig war. Im umfangreichen Aufgabenfeld einer Spedition können die Jugendlichen sukzessive ihre Erfahrungen sammeln und sich dann – passend zu ihrer Tätigkeit – entscheiden, wohin die Reise letztlich geht.

Die Möglichkeit, nach der Lehre ins Ausland gehen zu können, war für mich mit ein Grund, diesen Beruf zu ergreifen. Mein Traumland ist England. Ich hoffe, dass es mit der Auslandskarriere klappt.   Monique Dorner,3. Lehrjahr
Die Möglichkeit, nach der Lehre ins Ausland gehen zu können, war für mich mit ein Grund, diesen Beruf zu ergreifen. Mein Traumland ist England. Ich hoffe, dass es mit der Auslandskarriere klappt.
Monique Dorner,
3. Lehrjahr
Ich mag den Kundenkontakt. Und auch, dass man Sprachen lernt, ist eine super Sache. Ich spreche neben Deutsch noch Englisch und Holländisch. Es wäre super, wenn ich eines Tages nach Holland gehen könnte.   Noah Strolz,1. Lehrjahr
Ich mag den Kundenkontakt. Und auch, dass man Sprachen lernt, ist eine super Sache. Ich spreche neben Deutsch noch Englisch und Holländisch. Es wäre super, wenn ich eines Tages nach Holland gehen könnte.
Noah Strolz,
1. Lehrjahr