Frauenanteil im Höhenflug

Markt / 23.01.2014 • 22:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Neugründungen in Österreich um sechs Prozent gestiegen. Frauenanteil bei
43,5 Prozent.

Wien. Die Zahl der Unternehmensneugründungen ist 2013 in Österreich im Vergleich zum Jahr davor um sechs Prozent auf 28.565 gestiegen. Inklusive selbstständiger Personenbetreuern/Altenpflegern waren es 36.947 Personen (+3 Prozent), die sich im vergangenen Jahr selbstständig machten. Als „ermutigende Zahlen“ kommentiert Wirtschaftskammer-Präsident

Christoph Leitl die Zahl der Neugründungen. Besonders erfreulich sei der hohe Frauenanteil. In den vergangenen zehn Jahren sei der Frauenanteil bei Neugründungen (exklusive Altenpflege) von 35,2 Prozent im Jahr 2004 auf 43,5 Prozent im Jahr 2013 gestiegen.

Nach Branchen betrachtet entfielen im vergangenen Jahr 41,2 Prozent aller Gründungen auf die Sparte Gewerbe und Handwerk, der Rest auf die Bereiche Handel (24,8 Prozent), Information und Consulting (20,3 Prozent) sowie Tourismus und Freizeitwirtschaft (7,8 Prozent). Laut Wirtschaftskammer sind nach fünf Jahren knapp 70 Prozent der Unternehmensneugründungen noch am Markt tätig.

Anstieg bei GmbH

Bei den GmbH hat es nach der Reform im Juli einen deutlichen Anstieg gegeben. Im zweiten Halbjahr 2013 stieg die Anzahl der GmbH-Neugründungen gegenüber der Vergleichsperiode im Jahr davor um 31 Prozent auf 1900. 77 Prozent der Neugründungen entfielen auf Einzelunternehmer, 12,2 Prozent auf GmbH, 5,2 Prozent auf eingetragene Einzelunternehmen, 2,5 Prozent auf Kapitalgesellschaften und 2,2 Prozent auf Offene Gesellschaften (OG).

Eine im Regierungsprogramm vorgesehene Rücknahme der geltenden Regelung für GmbH-Neu – lehnt Leitl weiter strikt ab. „Es muss bei neuen GmbH-Gründungen bei einem Stammkapital von 10.000 Euro bleiben – ohne Wiederauffüllung – das ist solide“. Man habe der Regierung in dieser ­Causa „konstruktive Vorschläge“ gemacht. In Europa liege der Durchschnitt bei 8000 Euro Gesellschafts-Mindeststammkapital, betont der Wirtschaftskammer-Präsident.