Keine Revolution, sondern eine permanente Evolution auf der Straße

Markt / 03.06.2014 • 19:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Schein trügt: Dieser VW Käfer fuhr ebenfalls bei der WAVE, der weltweit größten E-Rallye, mit. Die Rallye machte vor dem Festspielhaus Halt.  
Der Schein trügt: Dieser VW Käfer fuhr ebenfalls bei der WAVE, der weltweit größten E-Rallye, mit. Die Rallye machte vor dem Festspielhaus Halt.  

Neue Mobilitäts­zentrale soll der ­Elektromobilität neuen Schub verleihen.

Bregenz. (VN-toh) 15 Prozent aller Kfz-Neuzulassungen entfallen in Norwegen auf Elektrofahrzeuge. Damit ist das Land das Best-Practice-Beispiel schlechthin, was die Elektromobilität betrifft. Vater Staat unternimmt im Land der Elche aber auch hohe Anstrengungen um die E-Mobilität zu etablieren. „Bei uns kaufen Leute Elektrofahrzeuge, um Geld zu sparen“, sagte Ole Henrik Hannisdahl, Projektmanager von Greencar in Norwegen, im Rahmen der evolution:m, dem Zukunftskongress Mobilität. Die Kosten für den Staat könne man zwar nicht beziffern, „aber wer ein Elektrofahrzeug lenkt, ist bei uns mautbefreit, kann gratis laden und ist generell steuerbegünstigt“, erklärt Hannisdahl.

Die Ladeinfrastruktur ist weitreichend ausgebaut – 4500 Ladestation sind im ganzen Land verteilt. „Bei der Einführung haben wir es ziemlich einfach gehalten. Wer ein E-Auto kauft, erhält einen Schlüssel, der für alle 4500 Ladestationen passt“, erklärt Hannisdahl.

Gesamtpaket für 9,90 Euro

In Vorarlberg betreiben die illwerke vkw bislang 150 Ladestationen. Der heimische Energieversorger will es den Norwegern gleichmachen und die Elektromobilität auf den Straßen etablieren. Das Serviceangebot hat sich seit dem Vlotte-Projekt ständig weiterentwickelt. „Nun können wir ein attraktives Gesamtpaket anbieten“, sagt Vkw-Vorstand Helmut Mennel. So beinhalte das Produkt „Vkw Vlotte Complete“ für 9,90 Euro am Tag nicht nur ein Elektrofahrzeug, mit dem man zudem kostenlos an den 150 Ladestationen Strom tanken kann, sondern auch eine Jahreskarte für den Verkehrsverbund Vorarlberg.

Die illwerke vkw versteht sich als Drehscheibe für die Elektromobilität. Diesbezüglich soll 2015 der nächste Schritt folgen. „Ab dem kommenden Frühjahr werden wir eine Mobilitätszentrale einrichten. So können uns die potenziellen Kunden besuchen kommen, Informationen einholen oder Probefahrten machen“, sagt Mennel. Schließlich gilt es, das Ziel der Landesregierung, bis 2020 auf Vorarlbergs Straßen 10.000 E-Autos zu haben, zu erreichen.

Die Voraussetzungen sieht Hannisdahl gegeben. „Vorarlberg hat dieselben wie Norwegen. Von der Topographie her und wegen der Wasserkraft.“

Vorarlberg hat die gleichen Voraussetzungen wie Norwegen.

Ole Henrik Hannisdahl
Biker-Fans bekamen futuristische Modelle zu sehen. VN/Rhomberg
Biker-Fans bekamen futuristische Modelle zu sehen. VN/Rhomberg

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