Jetzt kommt Bewegung in den Güterverkehr

Markt / 12.06.2014 • 22:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Ausbau des Güterbahnhofs Wolfurt soll noch in diesem Jahr beginnen. Kostenpunkt: 66 Millionen Euro. Foto: Stiplovsek
Der Ausbau des Güterbahnhofs Wolfurt soll noch in diesem Jahr beginnen. Kostenpunkt: 66 Millionen Euro. Foto: Stiplovsek

Wolfurt und Ludesch am Start: Insgesamt 340 Millionen Euro für Bahn-Infrastruktur.

Bregenz. Während die Züge der ÖBB zu 99 Prozent pünktlich sind, dauerten die Gespräche zwischen Landeshauptmann Markus Wallner, Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und ÖBB-Chef Christian Kern gestern etwas länger. Das Ergebnis war dann aber umso erfreulicher: 340 Millionen Euro sollen in den kommenden fünf Jahren in Vorarlbergs Bahn-Infrastruktur investiert werden. Während sich der öffentliche Personenverkehr bereits auf der Überholspur befinde (hier stellt das Land heuer knapp 31 Mill. Euro zur Verfügung), sollen nun vor allem zwei Schlüsselprojekte im Güterverkehr realisiert werden. Das größte Projekt dabei ist mit Abstand der Güterbahnhof Wolfurt, der inzwischen 66 Millionen Euro kosten soll. Ursprünglich wurde von 45, später von 50 Millionen Euro ausgegangen. Der Spatenstich soll noch heuer erfolgen, obwohl ein Grundstückseigentümer seine Zustimmung noch nicht gegeben hat. Man sei aber optimistisch, eine Lösung zu finden. Mit dem Ausbau beginnen könne man aber dennoch.

Durch diesen werden die Kapazitäten mehr als verdoppelt. Denn der Güterbahnhof wurde ursprünglich nur für 35.000 bis 40.000 Container konzipiert. Bereits heute werden über 100.000 Container bewegt. Tendenz steigend. Deshalb will man sich bei Land und ÖBB auf das Kapazitätswachstum vorbereiten.

Auch in die Bahnhöfe Hohenems (34 Mill.), Rankweil (32 Mill.) und Götzis (14 Mill.) wird investiert. Zudem sind für den Ausbau der Strecke Lauterach–St. Margrethen 170 Millionen Euro budgetiert. Weiteres wichtiges Projekt ist der Güterbahnhof Ludesch. Hier ist nun die Entscheidung gefallen.

Die Abwicklung des Frachtaufkommens auf der bestehenden Schieneninfrastruktur war in der Vergangenheit immer wieder mit Schwierigkeiten verbunden. Der Spatenstich soll im Herbst erfolgen. Investiert werden von den ÖBB rund 15 Millionen Euro.

Zuletzt gaben Wallner und Rüdisser dem ÖBB-Chef noch weitere Wünsche mit auf den Weg. Eine Modernisierung der Bahn-Haltestellen Klaus und Wolfurt sowie die Anhebung der Leistungsfähigkeit auf der Strecke Bludenz–Bregenz. Aber das hat auch Christian Kern mittlerweile bemerkt: „In Vorarlberg gibt es keinen Stillstand.“

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