Vereinsfeste präzisiert

Markt / 15.06.2014 • 18:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mag. Gerhard Fend
Mag. Gerhard Fend

schwarzach. Für Vereine stellen Vereinsfeste eine wichtige Einnahmequelle dar. Im Steuerrecht wird zwischen dem steuerlich begünstigten „kleinen“ und dem begünstigungsschädlichen „großen“ Vereinsfest unterschieden. Von einem „kleinen“ Vereinsfest spricht man, wenn die Organisation des Vereinsfestes durch die Vereinsmitglieder erfolgt, die Verpflegung ein beschränktes Angebot nicht übersteigt und von Vereinsmitgliedern bereitgestellt beziehungsweise serviert wird. Auch die Unterhaltungsdarbietungen müssen durch Vereinsmitglieder beziehungsweise unbekannte Künstler erfolgen und darüber hinaus dürfen sie nicht länger als 48 Stunden im ganzen Jahr dauern.

Das Finanzministerium hat am 14. 5. 2014 in einem Erlass einige Klarstellungen dazu getroffen.

Verpflegung: Unschädlich ist es, wenn ein geringes Speiseangebot (z.B. Hendlbrater) durch einen fremden Dritten verabreicht wird, wenn die Gäste die Speisen direkt von ihm erwerben. Wird ein wesentlicher Teil der Verpflegung durch einen Wirt oder einen Caterer übernommen, ist dies für das Vorliegen eines „kleinen“ Vereinsfestes schädlich.

Unterhaltungsdarbietungen: Bei Künstlern oder Musikgruppen wird davon ausgegangen, dass diese unbekannt sind, wenn der übliche Preis, der für den Auftritt verrechnet wird, 800 Euro pro Stunde nicht übersteigt.

Sonstige Tätigkeiten: Wenn die Durchführung bestimmter Arbeiten durch Professionisten behördlich angeordnet wird (z.B. Securitydienst, Feuerwerk) ist dies ebenfalls unschädlich.

Mag. Gerhard Fend
Mag. Gerhard Fend

office@bfbf.at; Bahl Fend Bitschi Fend Steuerberatung GmbH & Co KG

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