Porsche: Junge Talente geben Gas

Markt / 20.06.2014 • 10:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Peter Gietl (l.): „Einige ehemalige Lehrlinge sind heute ihre eigenen Chefs.“ Foto: VN/Hartinger
Peter Gietl (l.): „Einige ehemalige Lehrlinge sind heute ihre eigenen Chefs.“ Foto: VN/Hartinger

Kfz-Lehrlinge sind die Spezialisten von morgen und glänzen mit Leistung.

Porsche Inter Auto Dornbirn ist seit 2013 „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“. Mithilfe welcher Rahmenbedingungen entwickeln sich die Jugendlichen optimal?

Gietl: In einem Umfeld, das attraktive Aufgaben und die Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung bietet, fühlen sich junge Menschen wohl. Weitere Faktoren sind Jobsicherheit, der Unternehmensstandort, optimaler Führungsstil, ein kollegiales Klima und eine gute Work-life-balance.

Welche Ausbildungsstrategie verfolgen Sie?

Gietl: Alle Lehrlinge absolvieren neben der Berufsschule eine zusätzliche achttägige Schulung pro Lehrjahr, die speziell auf die Modelle und Technik bei VW, Audi und Seat abgestimmt ist. Zudem nehmen die Lehrlinge an verschiedenen Persönlichkeitstrainings teil.

Wie bedeutend ist die Lehrlingsausbildung für den Betrieb?

Gietl: Die Lehrlingsausbildung hat schon seit vielen Jahren einen sehr hohen Stellenwert, da es auf dem Arbeitsmarkt kaum Facharbeiter gibt, die das Ausbildungsniveau und die nötige Markenspezialisierung mitbringen. Nur eine Lehrlingsausbildung mit höchsten Qualitätsstandards und auf höchstem fachlichen Niveau bietet uns die Möglichkeit, unsere Facharbeiter von morgen nach unseren Wünschen und Vorstellungen auszubilden und ihnen die Fähigkeiten beizubringen, die spezifisch für unsere Marken notwendig sind. Wir stellen an uns den Anspruch, so gut zu sein wie die Marken, die wir verkaufen.

Was bietet das Unternehmen an „Benefits“?

Gietl: Eine ganze Reihe, wie etwa „Best Of Club”: Die besten 15 Lehrlinge aus ganz Österreich erhalten Auszeichnungen, etwa Reisen zu verschiedenen Werken in ganz Deutschland. Im Abschlusslehrjahr ist ein zweiwöchiges Auslandspraktikum in einem Partnerwerk (etwa Bentley in England, Seat in Spanien) möglich. Ein weiterer Hit ist die Teilnahme am Golf-GTI-Treffen am Wörthersee für besondere Leistungen in der Berufsschule. Selbstverständlich ist auch Weiterbildung ein großes Thema bei uns, besonders die Spezialistenschulungen der Branche.

Wie einfach oder schwierig ist der Beruf als Ausbilder?

Gietl: Wir integrieren unsere Lehrlinge vom ersten Tag an als gleichwertige Mitarbeiter in unser Team. Nur Lehrlinge, denen eine qualifizierte Ausbildung zukommt, werden wir auch in unserem Unternehmen halten können. Ein Lehrling im ersten Lehrjahr kann zwar noch wenig beitragen, doch je mehr wir darum bemüht sind, ihm die fachlichen Kenntnisse beizubringen, desto eher wird sich die investierte Zeit rentieren. Wird ein Lehrling als billige Hilfskraft angesehen, wird es immer schwerer, diese fachlichen Mängel später nachzuholen.

Welche Eigenschaften sollten einem Lehrlingsleiter nicht fehlen?

Gietl: Geduld, zuhören können und individuelle Wissensvermittlung. Zusätzlich helfen Teamfähigkeit, Organisationstalent, Überzeugungskraft, ein starkes Rückgrat und eine gute Menschenkenntnis. Schön ist es, sich täglich den neuen Herausforderungen zu stellen. Außerdem schreitet die Technik unaufhörlich voran, sodass es auch in Zukunft spannend sein wird.

Zur Person

Peter Gietl

Ausbildung: KFZ-Mechanikermeister

Laufbahn: Lehre, Meisterprüfung, Werkstattleiter

Alter: 57 Jahre

Familie: verheiratet, zwei Kinder

Hobbys: Haus, Garten, Lesen

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