Bulgarien und USA: Wo der Euro mehr wert ist

Markt / 22.06.2014 • 18:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bulgarien und USA: Wo der Euro mehr wert ist

In Bulgarien ist der Tourist König. In der Schweiz zahlt er wie
ein König.

Wien, Schwarzach. (VN) Die meisten Österreicher, exakt 48,5 Prozent, machen Urlaub im eigenen Land. Da wissen sie auf jeden Fall, was sie für ihre hart erarbeiteten Euros kriegen – gleich viel wie im Alltag nämlich. Die liebste Destination der Vorarlberger ist Italien (rund 20 Prozent reisen an den Apennin). Dort ist der Euro gleich viel Wert wie bei uns. Keinen Vorteil, aber auch keinen Nachteil also.

Nr.-1-Destination für Sparer

Wer allerdings das Optimum aus dem Urlaubsgeld herausholen will, für den gibt es eine ganz klare Nummer 1-Destination. In Bulgarien bekommt der Urlauber aus Österreich für sein Geld mehr als das Doppelte an Waren und Dienstleistungen wie daheim. Ein echter Fan oder eben echt „leidensfähig“ ist, wer in Skandinavien oder in der Schweiz seine Ferien verbringt: In der Schweiz ist der Euro nur 75 Cent wert, ebenfalls teuer sind die skandinavischen Staaten (Schweden: 81 Cent, Dänemark: 75 Cent), daran hat sich in den letzten Jahren nichts geändert. Erhoben hat die Daten rechtzeitig zur Urlaubssaison die Statistik Austria, reagieren kann jetzt allerdings nur noch, wer Last Minute bucht.

Übersee lockt

Durch den erstarkten Euro sind Überseereisen günstiger geworden. In Mexiko und den USA bekommen Österreicher noch mehr für ihr Geld (117 Cent), Australien bleibt allerdings ein „Traumziel“, es ist eine der teuersten Destinationen weltweit (82 Cent). Gegenüber Osteuropa haben die Österreicher nach wie vor hohe Kaufkraftvorteile. In Bulgarien erhält man für 100 Euro Güter und Dienstleistungen im Wert von 207 Euro, in Rumänien sind es 184 Euro und im Nachbarland Ungarn 181 Euro.

Türkei günstiger

Gute Nachricht auch für Türkei-Fans: Das Urlaubsziel am Bosporus ist günstiger geworden, wo 100 „Urlaubseuro“ im Mai 2014 bei 149 Euro lagen, im Vorjahr waren es 129 Euro gewesen. Auch günstig: Im bei Vorarlbergs Urlaubern beliebten Kroatien bekommen Reisende einen Euro-Gegenwert von 140.

Der Kursgewinn des Euro gegenüber dem US-Dollar macht diesen Sommer Reisen über den Atlantik günstiger. Bekam man voriges Jahr in den USA noch Leistungen und Waren im Wert von 112 Euro, sind es nun 117 Euro. Verglichen wurden von der Statistik Austria 28 Destinationen weltweit.

In der Eurozone hat sich indes wenig geändert. Irland ist mit 88 Euro das teuerste Urlaubsland, in Frankreich und Großbritannien bekommt man ebenfalls etwas weniger (99 bzw. 96). In den südlichen Ländern Griechenland und Spanien ist das Urlaubsleben noch immer günstiger als daheim (121 bzw. 117 Euro).

Urlaub ist an Bulgariens Goldküste günstig.  Foto: VN/Rhomberg  
Urlaub ist an Bulgariens Goldküste günstig. Foto: VN/Rhomberg  

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