Konkurrenzfähig durch Qualifizierung

Markt / 23.06.2014 • 22:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dieter Gruber, Rondo Ganahl: „Deregulierung ist notwendig.“
Dieter Gruber, Rondo Ganahl: „Deregulierung ist notwendig.“

Gute Standortbedingungen. Aufgaben für die Zukunft: Bildung, Deregulierung.

Schwarzach. (VN-sca) Für das Frastanzer Unternehmen Rondo Ganahl mit Standorten in Österreich, Osteuropa und der Türkei, ist Vorarlberg „durchaus noch attraktiv“, so Vorstandsvorsitzender Dieter Gruber gegenüber den VN. Der Papier- und Kartonspezialist zählt die gut ausgebildeten Mitarbeiter ebenso wie die regionale Marktpositionierung sowie die kurzen Wege zu den Aktivposten des Standortes auf. Aber Gruber sieht auch die Gefahren, die dem Standort und den Unternehmen drohen: „Wir brauchen dringend eine Flexibilisierung der Arbeitszeit“, so Gruber. Der Facharbeitermangel macht ihm ebenso Sorgen wie die zur Neige gehenden Betriebsflächen im Land. Und: „Eine Deregulierung ist für den Standort notwendig. Da passiert nichts. Alles, was dazu bislang gesagt wurde, sind Lippenbekenntnisse.“ Von der Landespolitik erwartet er sich, dass sie diese Anliegen auch auf Bundesebene mit Vehemenz vertritt.

Guntram Meusburger vom Wolfurter Metallindustriebetrieb Meusburger (700 Mitarbeiter) gibt ein Bekenntnis zum Standort ab: „Wir sind ein inhabergeführtes Familienunternehmen und bekennen uns ganz nach dem Motto „think global, act local“ zum Standort Vorarlberg. Die gute Infrastruktur, die hochqualifizierten Mitarbeiter aus der Region und die zentrale Lage in Europa schaffen beste Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg. Am internationalen Markt können wir so wettbewerbsfähig sein und wesentlich die Richtung in der Branche vorgeben – und das sichert langfristig Arbeitsplätze im Land.“ Wichtigste Zukunftsinvestition des Landes: „Gut ausgebildete, qualifizierte Fachkräfte zu haben, darin liegt der Schlüssel. Deshalb ist es wichtig, in die Bildung zu investieren, vor allem in das duale Ausbildungssystem.“

Darin ist er sich mit High-Tech-Unternehmer Thomas Lorünser (Ledon, Angelbird, Photeon) einig: „Das wichtigste Zukunftsthema ist sicher die Bildung. Da dürfen wir nicht nachgeben, da müssen wir Vorreiter sein.“ Als Standort sei Vorarlberg derzeit sehr gut: „Mitarbeiter mit sehr guter Ausbildung und Motivation, mitten in Europa, hohe Lebensqualität“, so Lorünser.

Mehr Reformeifer fordert FPÖ-Klubobmann Dieter Egger ein: Auch wenn der Wirtschaftsstandort Vorarlberg gute Werte habe, drohe man die Zukunft zu verspielen, so der ehemalige Unternehmer in einer Stellungnahme zum Standort-Vergleich: „Bildung, Entbürokratisierung, Bereitstellung von Betriebsgründen, das alles seien Themen, die schleunigst angegangen werden müssen.“

 Guntram Meusburger, Meusburger: „Fachkräfte sind Schlüssel.“
 Guntram Meusburger, Meusburger: „Fachkräfte sind Schlüssel.“
Thomas Lorünser, Ledon:
Thomas Lorünser, Ledon: “Zukunftsthema Bildung.”
Dieter Egger, FPÖ: „Themen schleunigst angehen.“ Fotos: VN
Dieter Egger, FPÖ: „Themen schleunigst angehen.“ Fotos: VN

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