AK gegen Scheinselbstständigkeit

Markt / 06.08.2014 • 22:16 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Arbeiterkammer: Pseudo-Unternehmertum drückt Lohnniveau.

Feldkirch. Die vor zwei Wochen in Begutachtung geschickte Novelle des Lohn- und Sozialdumpinggesetzes geht der Arbeiterkammer nicht weit genug. Scheinselbstständigkeit boome. Laut einer AK-Studie sind viele „Unternehmer“ in Wirklichkeit Abhängige, die am Ende weniger Geld haben als einen Arbeiter. Fassadenarbeiter, Trockenbauer, Maurer, Fliesenleger, Eisenbieger – das sind laut einer Forba-Untersuchung die „Problemberufe“, in denen besonders oft Scheinselbstständige tätig sind. „Sie tun das aus der Not heraus“, sagte AK-Präsident Rudolf Kaske. Vor allem Menschen aus dem Osten „fragen nicht lange nach, wenn sie um einiges mehr verdienen als zu Hause“. Allerdings werde durch dieses Pseudo-Subunternehmertum – Baufirmen vergeben Aufträge, statt die Menschen anzustellen, um Abgaben zu umgehen – das Lohnniveau in Österreich gedrückt.

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