Türkische Exporte von Sanktionen beflügelt

Markt / 12.08.2014 • 22:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Türkische Exporteure spüren höhere Nach­frage aus Russland.

Ankara. Die türkischen Exporteure profitieren vom russischen Einfuhrverbot für Lebensmittel aus der EU und den USA. „Die Nachfrage aus Russland nach türkischen Produkten zog an, nachdem die Beschränkungen im Handel mit den USA und der EU verhängt wurden“, sagte der Chef des Außenhandelsverbands, Mehmet Buyukeksi gegenüber Reuters. Kommende Woche werde eine russische Delegation in der Türkei erwartet. Sein Verband arbeite bereits eng mit dem Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium zusammen, um Exporte nach Russland zu erleichtern, sagte Buyukeksi. Besonders die Nachfrage nach Geflügel und Meeresfrüchten dürfte deutlich steigen, doch könne die Türkei auch mehr Obst und Gemüse liefern. Als Reaktion auf die Wirtschaftssanktionen der EU und der USA wegen der Ukraine-Krise hat Russland ein Importverbot für Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte aus dem Westen verhängt. Auch Norwegen, Kanada und Australien sind davon betroffen.

Unterdessen rechnet die deutsche Regierung wegen der Ukraine-Krise mit einer Konjunkturdelle. Grund dafür sei zum einen die schwächer als erwartet ausfallende Erholung im Euroraum, zum anderen geopolitische Spannungen: „Insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt, aber auch die Entwicklungen im Nahen Osten führten zur Zurückhaltung bei unternehmerischen Entscheidungen.“

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