Fitch sieht Österreichs Banken unter Druck

Markt / 18.08.2014 • 20:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fitch sieht das große Engagement in Osteuropa weiter als Risiko.

Frankfurt. Dieses werde die Gewinne 2014 belasten und mache die Institute vor dem EZB-Stresstest verwundbarer, meint Fitch. Insbesondere stünden die Banken vor „geopolitischen Risiken“. Die Gewinne seien bedroht durch Abwertungen, Kreditausfälle und ein langsames Kreditwachstum. Insbesondere in Ungarn drohen weitere Eingriffe des Gesetzgebers, in einigen Märkten sind hohe Bankenabgaben zu entrichten. Dazu komme das langsame Wachstum in Österreich mit geringen Gewinnmargen.

Die drei größten Banken, Bank Austria, Erste Group und RBI, verlassen sich für ihren Profit auf einige Ost-Märkte, insbesondere Russland, die Türkei und Tschechien, schreibt Fitch. Die Bankgeschäfte in diesen Ländern laufen zwar rund, aber das hohe Engagement von RBI und Bank Austria in Russland setzt sie einem hohen geopolitischen Risiko aus. Die beiden Banken sind – mit je 20 Mrd. Euro – im Verhältnis zu ihrem Kapital die in Russland am stärksten aktiven westeuropäischen Institute. Angesichts der Ukraine-Krise könnten ein langsameres Wachstum in Russland und eine Rubel-Abwertung die Gewinne belasten.

Konservative Annahmen im EZB-Stresstest für die Volkswirtschaft und die Qualität der Aktiva in mehreren CEE-Staaten machen österreichische Banken verletzlicher als viele westeuropäische Konkurrenten, meint Fitch. Am wenigsten Probleme dürfte die Bank Austria haben, da sie weniger Fremdwährungskredite in den Ländern habe, die von der EZB am strengsten bewertet werden.

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