Endspurt für Steuerinitiative der AK

Markt / 21.08.2014 • 22:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
AK-Präsident Hämmerle hofft auf 40.000 Unterschriften. Foto: AK
AK-Präsident Hämmerle hofft auf 40.000 Unterschriften. Foto: AK

Rund 38.000 Vorarlberger Arbeitnehmer haben Steuerinitiative der Arbeiterkammer bislang unterstützt.

Feldkirch. (VN-sca) Im Frühjahr platzte dem Vorarlberger Arbeiterkammer-Präsidenten Hubert Hämmerle der Kragen: Zusammen mit dem zweiten schwarzen Arbeiterkammerpräsidenten, dem Tiroler Erwin Zangerl, forderte er eine sofortige Steuerreform und griff damit frontal Finanzminister und ÖVP-Chef Michael Spindelegger an, der die Wünsche schroff ablehnte und der bis heute bemüht ist, die Begehrlichkeiten abzuwehren. Hämmerle wird sich von ihm nicht umstimmen lassen, es gebe keine Kompromisse zulasten der Arbeitnehmer, sagt er im Gespräch mit den VN.

In der letzten Woche der Aktion hofft der Arbeiterkammer-Präsident darauf, die 40.000-Unterschriften-Marke zu überspringen, Anfang September werde man sich dann mit Gewerkschaftern und Arbeiterkämmerern aus ganz Österreich über die weitere Vorgangsweise beraten. Bei zahlreichen Gesprächen mit Arbeitnehmern ist Hämmerle auf große Vorbehalte und Politikverdrossenheit gestoßen: „Die Leute glauben nicht, dass sich etwas ändert. Viele haben resigniert.“ Entschlossenheit zeigt auch ÖGB-Landeschef Norbert Loacker, der die AK-Aktion von Anfang an unterstützte: „Die steuerliche Entlastung der Beschäftigten darf nicht länger auf die lange Bank geschoben werden“, so Loacker auf den ÖVP-Vorschlag, die Steuerreform in Etappen umzusetzen. Vor allem die kalte Progression muss so rasch wie möglich abgeschafft werden, „damit die Lohnerhöhungen auch bei den Arbeitnehmern ankommen“. Bei der bundesweiten Unterschriftenaktion des ÖGB haben übrigens bislang über 400.000 Menschen unterschrieben, in Tirol kamen rund 25.000 Unterschriften zusammen.

Schließlich fordert auch Landeshauptmann Markus Wallner: „Die Bundesregierung muss zügig ein Konzept für eine Steuerentlastung erarbeiten. In weiterer Folge muss man sich auf einen Zeitplan einigen.“

Alle Informationen zur Arbeiterkammer-Unterschriftenaktion auf vbg.arbeiterkammer.at

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