Job-Einstieg nach Karenz erleichtern

Markt / 26.08.2014 • 20:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hubert Hämmerle, Markus Wallner, Manuela Vollmann und Anton Strini, GF des AMS (v. l.) präsentierten „KarenzAktiv“.  Foto: VOL/Rauch  
Hubert Hämmerle, Markus Wallner, Manuela Vollmann und Anton Strini, GF des AMS (v. l.) präsentierten
„KarenzAktiv“. Foto: VOL/Rauch  

AK Vorarlberg und abz*austria stellten das gemeinsame Projekt „KarenzAktiv“ vor.

feldkirch. (VN-sis) Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern – das ist das Ziel von „KarenzAktiv“. Die neue Serviceeinrichtung von Arbeiterkammer und abz*austria soll Mütter, Väter und Unternehmen beim Wiedereinstieg in den Beruf unterstützen. Das Angebot umfasst neben arbeits- und sozialrechtlicher Beratung über Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung auch sozialpädagogische und berufskundliche Betreuung. Ab 1. September steht die Einrichtung in der AK Feldkirch und der AK Dornbirn zur Verfügung. Am Standort Bludenz startet „KarenzAktiv“ ab 1. Oktober.
Unterstützt wird das Projekt sowohl finanziell als auch inhaltlich vom Land Vorarlberg und vom AMS Vorarlberg. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in der Arbeitswelt zunehmend wichtig. Eine möglichst hohe Beschäftigungsrate ist ein maßgeblicher Wettbewerbsfaktor und ein wesentlicher Aspekt in der Armutsprävention“, erklärt Landeshauptmann Markus Wallner.

Angebote des AMS

Jährlich bemühen sich 3000 Frauen und 150 Männer, nach einer Babypause wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Derzeit stellt das AMS 900 Seminare, Workshops und Beratungsangebote für Wiedereinsteiger bereit. Daneben ist die Übernahme der Kurskosten für etwa 600 Kurs­plätze bei Vorarlberger Erwachsenenbildungseinrichtungen möglich. Außerdem wird in fast 200 Fällen die Anstellung von Wiedereinsteigern mit Eingliederungsbeihilfen an Unternehmen gefördert. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 haben bereits 963 Wiedereinsteiger die Förderangebote des AMS Vorarlberg genutzt.

Bisher konnten allerdings nur jene Betroffenen erreicht werden, die sich arbeitssuchend an das AMS gewandt haben. „Was noch fehlt, ist ein Brückenbau von der Rechtsberatung bis hin zur beruflichen Qualifizierung und eine stärkere Vernetzung der Beratungs- und Betreuungsangebote des AMS mit jenen der AK“, erläutert AK-Präsident Hubert Hämmerle.

„Wir sorgen mit Unterstützung unserer Partnerin abz*austria für die dafür notwendige fachliche Qualität. Mit der persönlichen, individuellen Begleitung unserer Klienten wollen wir den geänderten Lebensentwürfen berufstätiger Personen Rechnung tragen und sicherstellen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich ist.“

Gewinn für beide Seiten

Bei abz*austria zeigt man sich sehr erfreut über die Möglichkeit, ihre Erfahrung in Sachen Management für Karenz und Wiedereinstig in ein gemeinsames Projekt mit der Arbeiterkammer einbringen zu können.

„Wir sind davon überzeugt, dass die frühzeitige Ansprache und Beratung von Frauen und Männern, die eine berufliche Auszeit oder den beruflichen Wiedereinstieg planen, für alle nur Gewinn bringen kann: für Männer, Frauen, Kinder und Unternehmen“, erklärt Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von abz*austria.

KarenzAktiv

» Serviceeinrichtung der AK Vorarlberg und abz*austria

» Partner: Land Vorarlberg und AMS

» Ziel und Angebot: Beratungs- und Unterstützungsangebote, um den Wiedereinstieg in den Beruf nach der Babypause zu erleichtern.

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