Wenig Zuversicht für Pension

Markt / 10.11.2014 • 22:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Vorarlbergs Frauen haben laut aktueller Studie noch großen Vorsorgebedarf.

Schwarzach. (VN-reh) Frauen haben nicht nur viel weniger Pension als Männer sowie die geringsten Pensionen in ganz Österreich (die VN berichteten), sie haben auch bei der Pensionsvorsorge noch Nachholbedarf. Das zeigen Banken und Versicherungen immer wieder eindrücklich auf. Vor allem die Teilzeitarbeit schafft für Frauen eine Pensionslücke. Weil sie oft weniger Geld verdienen als Männer, legen sie auch durchschnittlich weniger Geld auf die Seite.

Auch eine aktuelle Umfrage der Wiener Städtischen zeigt diese Problematik deutlich: Es gibt einen großen Vorsorgebedarf unter Vorarlbergs Frauen. Und: Sie blicken auch mit wenig Zuversicht in Richtung Pension. Auf die Frage „Wie würden Sie Ihre Zukunftsstimmung beschreiben, wenn Sie an Ihre Pension denken?“ antworten nur 22 Prozent mit sehr positiv oder positiv.

Ebenfalls nicht sehr positiv fällt die Einschätzung aus, wenn es darum geht, „wie viel Prozent des derzeitigen Gehalts in der Pension zur Verfügung stehen wird“. 27 Prozent gehen von weniger als 50 Prozent aus.

Und nicht einmal ein Viertel der befragten Vorarlbergerinnen ist der Meinung, mit ihrer zukünftigen Pension ihren Lebensstandard halten zu können. „Die durchschnittliche Frauenpension liegt derzeit noch um 45 Prozent unter der der Männer“, erläutert Wiener Städtische-Landesdirektor Burkhard Berchtel die Grundsatzproblematik. „Auch Frauen mit besserem Einkommen und guter Bildung sind vor finanziellen Einbußen in der Pension nicht gefeit. Fazit: Speziell Frauen haben einen erhöhten Bedarf, für die Pension vorzusorgen.“

Frage der Leistbarkeit

Zwei Drittel der Vorarlbergerinnen haben laut der Studie bereits Vorsorgemaßnahmen für ihre Pension getroffen. Die häufigste Vorsorgeform sind dabei Lebensversicherungen mit 29 Prozent, gefolgt von konventionellen Sparformen mit 27 Prozent. Ein Drittel der Befragten hat allerdings noch keine Vorsorge für die Pension getroffen, davon geben 43 Prozent an, sich das aktuell nicht leisten zu können. 23 Prozent fühlen sich zu jung, um an Vorsorge zu denken, und weitere 11 Prozent haben sich mit dem Thema noch gar nicht beschäftigt.