Werber in „schwierigem Fahrwasser“

Markt / 12.11.2014 • 18:06 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Fachverbandsobfrau Angelika Sery-Froschauer.  Foto. VN
Fachverbandsobfrau Angelika Sery-Froschauer. Foto. VN

Österreichische Werbewirtschaft sieht sich einer merklichen Abkühlung gegenüber.

Wien. Die Unternehmen der österreichischen Kommunikationsbranche befinden ihre aktuelle Geschäftslage erneut als weniger gut. „Die heimische Kommunikationsbranche befindet sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Fahrwasser“, urteilt Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich. Dies spiegle sich auch im Werbeklimaindex wieder, der um 13 Punkte gefallen ist. Belief sich der vom WIFO erhobene Index im zweiten Quartal noch auf 29 Punkte, stehen aktuell nur mehr 16 zu Buche. Auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate trübe sich ein. Dementsprechend werde man „2015 mit einer nur mäßigen Werbekonjunktur konfrontiert sein“, sagt Sery-Froschauer.

Im Vergleich zu anderen EU-Ländern stehe die heimische Kommunikationswirtschaft allerdings immer noch respektabel da. Die Strukturen der Branche seien derzeit aber einem massiven Wandel ausgesetzt, wobei das Thema Online-Kommunikation in Österreich noch nicht richtig angekommen sei. Daher plädiert die Fachverbandsobfrau für Anreize für Auftraggeber, um Investitionen in digitale Kommunikationsformen zu fördern.

Weniger fixe Mitarbeiter

Das WIFO erhob auch Trends bei den Beschäftigungsformen. 67 Prozent gaben an, dass Bedeutung und Anzahl von EPU in den kommenden fünf Jahren zunehmen werden. Gleichzeitig glauben 61 Prozent der Unternehmer, dass es weniger fix angestellte Mitarbeiter in der Branche geben werde.